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DGB überbringt Landrätin Forderungen vor Entscheidung zu Amazon-Ansiedlung

DGB überbringt Landrätin Forderungen vor Entscheidung zu Amazon-Ansiedlung

Northeim. Vor der Entscheidung des Stadtrats Ende August zur Ansiedlung des Großhändlers Amazon im Gewerbeareal West überbrachten Vertreter*innen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) des Kreisverbandes Northeim ihre Forderungen der Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD). Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Northeim, Frank Marquard, sowie das Kreisverbandsmitglied Anja Görlach drängten darauf, dass eine Entscheidung für die Ansiedlung von Amazon unbedingt an klare Kriterien für gute Arbeitsbedingungen gebunden werden müsse. Zentral sei hierbei auch, dass Arbeits- und Gesundheitsschutzvorgaben strikt eingehalten würden. In mehreren süddeutschen Niederlassungen von Amazon waren Beschäftigte zuletzt aufgrund mangelnden Schutzes vor Corona-Ansteckungen in den Streik getreten.

Marquard (IG BCE) wies im Gespräch darauf hin, dass von anderen Standorten bekanntes gewerkschaftsfeindliches Verhalten des Großhändlers Amazon in Northeim nicht akzeptiert werden dürfe:

„Klar ist, dass auch in einem Amazon-Betrieb demokratische Standards werden gelten müssen. Dazu gehört der Zugang für die Gewerkschaft sowie die Einrichtung eines Betriebsrats. Hier ist die Politik in der Verantwortung, mit aller Kraft vor und nach der Ansiedlung von Amazon ihren Teil zu tun, dass Mitbestimmung und Arbeitnehmerrechte bei Amazon nicht unterlaufen werden können. Dazu gehört auch, dass es das Recht der Belegschaft ist, sich gewerkschaftlich zu organisieren, für bessere Arbeitsbedingungen zu streiten und gegebenenfalls auch zu streiken.“ Auch deshalb sei es ein wichtiges und positives Signal, dass die Landrätin auch nach der Ansiedlung von Amazon mit den Gewerkschaften im Gespräch bleiben wolle.

Des Weiteren sei zu gewährleisten, dass mögliche Schwierigkeiten für Infrastruktur und Umwelt vor der Ansiedlung des Unternehmens ausgeräumt würden. „Es muss von Seiten der Politik unbedingt vermieden werden, dass Straßen durch den zu erwartenden hohen Lieferverkehr regelmäßig verstopft werden oder mittelfristig in der Substanz in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch ökologische Aspekte vor Ort, wie Emissionen, die Entsorgung von Abfällen sowie das Vermeiden ersatzloser Bodenversiegelungen sind vorab unbedingt zu bedenken und zu klären“, erklärt Marquard abschließend.

 

RadioLeinewelle

August 8th, 2020

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