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Friedensforum kritisiert die Rekrutierung von Minderjährigen durch die Bundeswehr

Friedensforum kritisiert die Rekrutierung von Minderjährigen durch die Bundeswehr

Aus Anlass des Beginns des Zweiten Weltkrieges mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 veranstaltete das Göttinger Friedensforum eine Kundgebung  am Antikriegstag.
Ein Sprecher des Friedensforums kritisierte in seinem Redebeitrag insbesondere die Rekrutierung von Minderjährigen durch die Bundeswehr. Seit dem Jahr 2011 haben 13480 Minderjährige eine Ausbildung bei der Bundeswehr durchlaufen, ein Vorgehen, das insbesondere durch die UNICEF und Terres Des Hommes kritisiert wird, so der Sprecher.
Die ehemalige Europaabgeordnete der Linken Sabine Lösing thematisierte die zunehmenden Militärausgaben der EU für militärische Mobilisierung, Weltraumforschung und Militäreinsätze. Gelder, die bei der ohnehin dünnen öffentlichen sozialen Vorsorge  fehlen würden.
Ein Vertreter von Fridays For Future wies auf die zunehmende Umweltzerstörung durch militärische Aktionen hin. Eine aktive Naturzerstörung zeige sich zur Zeit in Syrien, wo die türkische Armee absichtlich Flüsse austrocknet, um die kurdischen Gebiete zu schwächen.

Der Antikriegstag 2020 ist ein besonderer Tag der Mahnung und des Erinnerns. Mit seinem Überfall auf Polen riss Nazi-Deutschland 1939 die Welt in den Abgrund eines bestialischen Krieges, der unermessliches Leid über  die Menschen brachte und 60 Millionen Tote forderte. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Europas und der Welt vom Faschismus jähren sich 2020 zum 75. Mal.

 

RadioLeinewelle

September 2nd, 2020

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