Wirtschaft

ver.di erneuert Forderung nach Tarifverhandlungen

ver.di erneuert Forderung nach Tarifverhandlungen

Falschaussagen der Geschäftsführer richtiggestellt

Die Geschäftsführer der verschiedenen Asklepios Gesellschaften in Seesen scheinen mächtig unter Druck zu geraten. Anders lässt sich nicht erklären, wie verzweifelt sie öffentlich und nachweislich die Unwahrheit sagen. So erklärt Sebastian von der Haar: „ver.di fordert überdies, dass wir die Notfallversorgung absagen, denn der [ver.di] Vorschlag sieht weder Ruf- noch Bereitschaftsdienst für den OP-Bereich vor.“ Patrick von Brandt, zuständiger ver.di-Fachsekretär, stellt richtig: „Selbstverständlich sieht die ver.di-Streikankündigung von Mittwoch, dem 2. September, auch einen Ruf- und Bereitschaftsdienst für den OP-Bereich vor. Es ist dreist gelogen, wenn der Geschäftsführer von der Haar behauptet, ver.di ‚fordere die Notfallversorgung abzusagen‘. Wie auch bei vergangenen Streiks ist es den Streikenden extrem wichtig, einen echten Notdienst aufrecht zu erhalten. Wir haben auch erklärt, kein belegtes COVID-Bett zu bestreiken, sollten es Fälle geben“.

Auch Martin Merbitz, Geschäftsführer der Therapie Gesellschaft, behauptet wahrheitswidrig: „Für die Therapiegesellschaft ist derzeit unplanbar, wie wir die Seesener Patienten ab Oktober versorgen können“. Richtig ist: „Wie auch den anderen Gesellschaften wurde der Therapie Gesellschaft am Mittwoch, den 2. September, detailliert mitgeteilt, mit welchen Therapeuten sie auch im Streikfall rechnen kann“ so von Brandt. Grundsätzlich sieht die Gewerkschaft nun die Geschäftsführungen in der Verantwortung, mit dem angekündigten Notdienst eine verantwortungsvolle Notversorgung aufrecht zu erhalten, die sämtliche gesetzlichen und Hygienevorschriften erfüllt. „Die Geschäftsführung kann über Aufnahmestopps die Bettenbelegung so reduzieren, dass die Vorgaben eingehalten werden und eine Gefährdung der Patientenversorgung ausgeschlossen ist.“

Patrick von Brandt abschließend: „Wir erneuern unsere Aufforderung an den Asklepios-Konzern, endlich die ideologisch begründete Blockadehaltung aufzugeben. Kommen Sie an den Verhandlungstisch und wir finden zeitnah eine nachhaltige Lösung für den Konflikt!“.
Foto: Ver.di

RadioLeinewelle

September 11th, 2020

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