Lokalpolitik

CDU fordert Sonderausschuss für Deutsches Theater

CDU fordert Sonderausschuss für Deutsches Theater

Mit einem Sonderausschuss will die CDU-Ratsfraktion Göttingen die Sanierung des Deutschen Theaters begleiten und so für mehr Transparenz und Informationsaustausch sorgen. Der Ausschuss soll regelmäßig während des gesamten, wahrscheinlich jahrelangen, Prozesses von der Planung bis zur Durchführung tagen. Ein entsprechender Antrag dazu ist für die Ratssitzung am 13. November 2020 gestellt.

„Wir wollen Szenarien wie bei der Stadthalle, dem Otfried-Müller-Haus oder dem Städtischen Museum verhindern und von Anfang an klarmachen, dass die Politik bei dieser Entscheidung nicht nur im Boot dabei sitzt sondern das Steuer in der Hand hält“, so der Fraktionsvorsitzende Olaf Feuerstein. „Zu oft wurde in der Vergangenheit über die Köpfe der Politik hinweg entschieden oder sich aktiv gegen Ratsbeschlüsse gewendet. Das können wir so nicht hinnehmen.“ Nach der Kostenexplosion bei der Stadthallen-Sanierung sei es die CDU-Fraktion gewesen, die einen regelmäßigen Finanzbericht gefordert habe und auf dessen Grundlage nun Öffentlichkeit und Ratspolitik auf dem Laufenden gehalten werde. Bei der Sanierung des Otfried-Müller-Hauses habe die CDU neben den Baukosten vor allem die kulturelle Nutzung hinterfragt. Erst dann sei öffentlich geworden, dass nur das Junge Theater dorthin zurückziehen soll. Beim Museum habe die CDU öffentlich darauf hingewiesen, dass das Kulturdezernat eine Auslagerung in das Forum Wissen plane. Erst daraufhin wurden die Pläne eingestellt. „Es gibt also Grund genug, der Verwaltung bei der Sanierung des Deutschen Theaters genauer auf die Finger zu schauen“, so Feuerstein.

„Wir glauben, dass wir mit mehr Transparenz von Beginn an den Prozess zur Sanierung des Deutschen Theaters im Sinne aller Beteiligten besser gestalten können, als bisherige Projekte“, so die kulturpolitische Sprecherin Wibke Güntzler.

Siehe auch: Wie teuer darf ein Theater sein?

Foto: Sanierung des historischen Theaterensembles am Wall. © Stadt Göttingen / Christoph Mischke

RadioLeinewelle

November 4th, 2020

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