Corona

Lehrerverband und deutsche Kinderärzte fordern eine Verbesserung der Sicherheit- und Betreuungskonzepte an den Schulen

Lehrerverband und deutsche Kinderärzte fordern eine Verbesserung der Sicherheit- und Betreuungskonzepte an den Schulen

Im Hinblick auf das Treffen der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten mit der Bundeskanzlerin am 5. Januar 2021 appellieren die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) und der Deutsche Lehrerverband (DL) gemeinsam an die Politik, alles dafür zu tun, damit Unterricht im neuen Jahr wieder unter verantwortbaren Bedingungen stattfinden kann, obwohl die SARS-CoV-2 Pandemie zunächst fortbestehen wird. Den Vorschlag, die Weihnachtsferien bis Ende Januar zu verlängern und dafür die Sommerferien zu verkürzen, lehnen beide Dachverbände ab.

Beide Organisationen sind sich einig, dass Präsenzunterricht sowohl zur Erfüllung des Bildungsauftrages als auch unter psychosozialen Gesichtspunkten das Beste für Kinder und Jugendliche ist. Dazu sagte der Generalsekretär der DAKJ Hans-Iko Huppertz: „Schule und Bildung gehören zu den Grundbedürfnissen der Kinder. Schulschließung bedeutet auch nachteilige Auswirkungen auf die psychosoziale und motorische Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Benachteiligung sozial Schwächerer, Gefährdung von Kindern mit besonderen Bedarfen und aktuelle Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen.“

Zu den dringlich zu ergreifenden Maßnahmen zählen:

  1. Es muss ein bundesweiter Hygienestufenplan etabliert werden, der abhängig vom Infektionsgeschehen und der Altersstufe klar festlegt, welche Gesundheitsschutzmaßnahmen notwendig sind und welche schulorganisatorischen Konsequenzen daraus folgen: Präsenzunterricht mit oder ohne Maskenpflicht, Wiederherstellung des Mindestabstands mit Wechselunterricht oder phasenweiser Distanzunterricht. Nochmalige komplette Schulschließungen bzw. Ferienverlängerungen sollen dadurch vermieden werden. Für einen solchen Hygienestufenplan hat die DAKJ zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene bereits Vorschläge erarbeitet.
  1. Der Infektionsschutz an Schulen ist deutlich zu verbessern. Dazu zählen insbesondere die Vorhaltung von Schnelltesten auf Infektionen mit SARS-CoV-2 an den Schulen, sowie die Zuverfügungstellung von ausreichend Atemschutzmasken für die Lehrkräfte.

Das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Bildung und Betreuung sowie ausreichender Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und Schüler müssen gleichermaßen berücksichtigt und gewährleistet werden.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

RadioLeinewelle

Januar 4th, 2021

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