Natur & Umwelt

NABU: Winterfütterung nach starken Schneefällen am Wochenende

NABU: Winterfütterung nach starken Schneefällen am Wochenende

Südost-Niedersachsen – Aufgrund des extremen Wintereinbruchs mit schweren Schneefällen am Wochenende und der anhaltenden Temperaturen im hohen Minusbereich, weist der NABU auf die Bedeutung der Winterfütterung für Vögel hin: „Die Winterfütterung wird von Jahr zu Jahr beliebter – seit Beginn der Corona-Pandemie hat es aber einen Schub gegeben, den wir nie für möglich gehalten hätten. Und das ist gut so!“, sagt Josefine Beims aus der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen. Sie unterstreicht, dass dadurch sehr viele Menschen direkten Zugang zum Naturerlebnis finden. „Auch Menschen, die weniger mobil sind und denen nur ein Blick in den Garten oder auf den Balkon bleibt, haben so die Möglichkeit Natur zu erleben. Außerdem kann es helfen, Artenkenntnis zu vermitteln – auch an Kinder“, betont Beims. 

Dabei wirbt die Naturschützerin jedoch dafür, Winterfütterung mit Sachverstand durchzuführen – und Hygiene zu wahren. „Massenfutterplätze sind nicht gut, weil sich dort Krankheitskeime ausbreiten können, insbesondere dann, wenn Vögel mit dem Kot anderer Vögel in Kontakt kommen oder gar hindurchlaufen können. Am besten geeignet sind mehrere kleine Futterplätze, im Garten wie auf dem Balkon oder der Terrasse. Insbesondere hängende Futtersäulen, in denen Futter nachrutschen kann und vor Verschmutzung und Nässe geschützt ist, eignen sich hervorragend“, erklärt Josefine Beims. Futtergeräte können selbst gebaut oder im Fachhandel bezogen werden. „Es sollte nur Futter verwendet werden, dessen Haltbarkeit noch gegeben ist, auf keinen Fall ranzige Fette oder Öle, und nichts vom menschlichen Essenstisch. Vor allem gesalzene Speisen können eine große Gefahr darstellen“, mahnt sie, die Mindeststandards einzuhalten. 

Zudem gebe es auch sehr gut geeignete Futtergeräte speziell für Eichhörnchen: „Diese können von Eichhörnchen leicht geöffnet werden, wodurch sie Nüsse und andere Leckereien einem kleinen Kästchen entnehmen können – ein toller Anblick!“, schwärmt die NABU-Aktive. 

Einige Vogelarten, allen voran die Amsel, freuen sich zudem über in den Schnee gelegte Äpfel als willkommene Vitaminbomben in der kalten Jahreszeit. 

Am Futterplatz können auch einige der Kandidaten beobachtet werden, denen bei der Wahl zum „Vogel des Jahres“ 2021 noch bis zum 19. März unter www.vogeldesjahres.de eine Stimme gegeben werden kann: Blaumeise, Haussperling, Amsel und Rotkehlchen gehören dazu.

Foto: „Feldsperlinge an der Futtersäule“ © Arne von Brill

RadioLeinewelle

Februar 10th, 2021

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