Verbrauchertipps

Mit dem richtigen Kniff Heizkosten sparen

Mit dem richtigen Kniff Heizkosten sparen

Einmal im Jahr flattert sie in den Briefkasten: die Heizkostenabrechnung. Das vergangene Abrechnungsjahr dürfte für einige Überraschungen sorgen. So haben das Arbeiten und Lernen zu Hause den Verbrauch vieler Haushalte erhöht. Und aufgrund des aktuellen Kälteeinbruchs lief die Heizung in den vergangenen Tagen und Wochen oft auf Hochtouren. Für das neue Abrechnungsjahr kommt ein weiterer Preisfaktor hinzu: Seit dem 1. Januar 2021 erhöhen sich durch die CO2-Bepreisung auf fossile Energieträger auch die Heizkosten.Ziel ist es, fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen anzuregen. 

„Dadurch wird der sparsame Umgang mit Energie für Verbraucherinnen und Verbraucher immer wichtiger“, erklärt Ulrike Kupka, Expertin der Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Denn mit der CO2-Bepreisung werden die Kosten fürs Heizen auch zukünftig weiter steigen.“ So sind für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) aktuell 25 Euro zu zahlen, für 2022 dann 30 Euro. In den Folgejahren erhöht sich der Beitrag regelmäßig auf bis zu 55 Euro. „Für 2021 werden bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung für den Energieverbrauch einer Gasheizung etwa 60 Euro Mehrkosten, bei einer Ölheizung sogar 80 Euro fällig“, so Kupka.

Veranstaltungshinweis
Online-Vortrag „Energiesparen leicht gemacht“ am 16.02.2021, 18:00 bis 19:30 Uhr: Bereits mit geringen Verhaltensänderungen lassen sich Heiz- und Energiekosten sparen. Der Vortrag verrät, welche Maßnahmen sich wirklich lohnen und das Haushaltsbudget entlasten. Eine Anmeldung ist erforderlich: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/veranstaltung/online-vortrag-energiesparen-leicht-gemacht/

Heizkosten-Spartipps

  1. Kein Versteckspiel: Befreien Sie Heizkörper von Verkleidungen, Möbeln und Vorhängen – entfernen Sie auch Staub zwischen den Heizkörperplatten. Nur so kann der Heizkörper ungehindert den Raum erwärmen. 
  2. Tür zu: Heizen Sie kühlere Räume nicht mit der Luft aus warmen Räumen. Denn: Es gelangt nicht Wärme, sondern vor allem Luftfeuchtigkeit in den kühleren Raum und fördert damit die Schimmelpilz-Bildung.
  3. Gut gelüftet: Lüften Sie zweimal täglich fünf bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern, um die Raumluft schnell auszutauschen. Vergessen Sie nicht, die Fenster wieder zu schließen, sodass Möbel und Wände die gespeicherte Wärme weiterhin behalten. 
  4. Kleiner Dreh: Das Thermostat am Heizkörper ist ein echter Energiespar-helfer. Auf einer Skala von 1 bis 5 kann die Wunschtemperatur – in Abstufungen von 3 bis 4 Grad – eingestellt werden. Üblicherweise wird auf Stufe 3 etwa 20 Grad Celsius „Wohlfühlwärme“ erreicht. Nachts und vor Verlassen der Wohnung sollten Sie die Thermostate wieder herunterdrehen.

Um den Energieverbrauch zu verringern, helfen oft schon kleine Maßnahmen, das Heizen in den eigenen vier Wänden zu optimieren und damit Kosten zu sparen.

Für viele Mieterinnen und Mieter ist die Heizkostenabrechnung ein Buch mit sieben Siegeln. „Wer nicht versteht, wie die Heizkosten berechnet werden, sollte sich beraten lassen – insbesondere, wenn eine hohe Nachzahlung gefordert wird“, rät Kupka.

Individuelle Hilfe bei der Bewertung der Heizkostenabrechnung bekommen Mieterhaushalte bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Weitere nützliche Tipps rund ums Thema Heizen unter: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/energie-sparen/heizenergie/

Bild von USA-Reiseblogger auf Pixabay

RadioLeinewelle

Februar 15th, 2021

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