Wirtschaft

Erweiterung Entsorgungsanlage Hattorf: Ausbau gewährleistet Entsorgungssicherheit bei hohen Umweltstandards

Erweiterung Entsorgungsanlage Hattorf: Ausbau gewährleistet Entsorgungssicherheit bei hohen Umweltstandards

Polder 2 auf der Entsorgungsanlage Hattorf am Harz ist in Betrieb. Nach zweijähriger Bauzeit erfolgte die Genehmigung durch die Gewerbeaufsicht, nun wurden die ersten Abfälle abgelagert. Der Bau der Erweiterungsflächen erfolgte unter strengen gesetzlichen Vorgaben und hohen Umweltsicherheitsstandards; dies wurde kontinuierlich durch externe Fachleute überwacht und die Genehmigungsbehörde überprüft.

„Das ist das bedeutendste Bauprojekt der Abfallwirtschaft des Landkreises Göttingen in den vergangenen Jahren“, macht Erste Kreisrätin Christel Wemheuer, Umweltdezernentin des Landkreises Göttingen, deutlich. Durch die Erweiterung des Polders 2 ergebe sich zusammen mit den Poldern 1 und 3 ein Gesamtablagerungsvolumen von 1,9 Millionen Kubikmeter. Die Investitionssumme für die Erweiterung liege bei rund 11,3 Millionen Euro.

Die Entsorgungsanlage Hattorf am Harz ist die einzige sogenannte DK II-Deponie des Landkreises Göttingen, führt Wemheuer weiter aus. Bauart und technische Sicherungssystem lassen die Lagerung von belastetem, aber nicht gefährlichem Abfall wie vorbehandeltem Hausmüll oder mineralischem gewerblichem Abfall zu. „Durch den Ausbau wird langfristig die Entsorgungssicherheit in Südniedersachsen sichergestellt“, so Wemheuer.

Auf der Entsorgungsanlage Hattorf am Harz werden Abfälle der Abfallwirtschaft Osterode am Harz (Gebiet Altkreis Osterode) entsorgt. Zudem werden Abfälle aus dem weiteren Kreisgebiet, die nicht auf den beiden Deponien mit niedrigerer Einstufung (DK I) in Breitenberg und Dransfeld entsorgt werden können, hier abgelagert. Auch zu deponierende Bauabfälle aus dem Gebiet der Stadt Göttingen und höherbelastete Bauabfälle aus dem Landkreis Northeim können hier sicher und fachgerecht abgelagert werden.

Hintergrund:

Die Entsorgungsanlage Hattorf am Harz ist seit 1978 in Betrieb. Die vormalige Kreismülldeponie des Landkreises Osterode am Harz wurde 1995 erstmals erweitert – Polder 1 wurde in Betrieb genommen, ein Jahr später Polder 3. Weitere Investitionen folgten, darunter der Bau des Sickerwasserspeichers im Jahr 2000, Bau der Abfallumschlaganlage in den Jahren 2004 und 2005, Oberflächenabdichtung der Altpolder 2006 und 2007, Sanierung und Erweiterung der Sickerwasserkläranlage 2007, Bau einer Multifunktionsfläche 2018 und der Umbau der Fahrzeugwaage 2019.

Die Erweiterung von Polder 2 erfolgte mit einer Basisabdichtung auf einer Fläche von 37.000 Quadratmetern. Das ermöglicht ein Ablagerungsvolumen von ca. 935.000 Kubikmetern mit einer Laufzeit von voraussichtlich 65 Jahren.

Foto: Landkreis Göttingen

RadioLeinewelle

März 30th, 2021

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