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Corona Modellprojekt: Stadt Göttingen ist in der nächsten Runde dabei

Corona Modellprojekt: Stadt Göttingen ist in der nächsten Runde dabei

Am Sonnabend den 03.April hat die niedersächsische Landesregierung 11 kommunale Modellprojekte genehmigt, mit denen Öffnungs-Szenarien unter Pandemie-Bedingungen erprobt werden. wenn vor Ort die digitale Kontaktnachverfolgung sichergestellt ist. Wir berichteten. In den sozialen Medien wird diese Entscheidungen mittlerweile intensiv und kontrovers diskutiert. Göttingen soll im zweiten Teil des Genehmigungsverfahrens berücksichtigt werden. Die Stadt Göttingen teilt dazu folgendes mit:

„Die Sicherheit der Menschen steht für uns im Vordergrund. Zugleich müssen wir lernen, mit Corona zu leben. Dafür brauchen wir verantwortungsvolle Modelle, die aufzeigen, wie das funktionieren kann. Derzeit fahren wir bundesweit auf Sicht. Um vorausschauend handeln zu können, müssen wir frühzeitig wissen, was möglich ist und was nicht. Dafür ist unser Konzept ein gutes Mittel“, sagte Göttingen Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler in einer ersten Stellungnahme. In Gesprächen mit der Landesregierung sei ihm bestätigt worden, dass das Göttinger Konzept überzeuge. Geklärt werden müsse noch die Frage der digitalen Nachverfolgung. Aktuell werden die erforderlichen Testkapazitäten in Göttingen ausgeweitet, auch die Zahl der geimpften Menschen steigt wöchentlich.

Das Göttinger Konzept „SAFE – Sicher Arbeiten, Freizeiten und Einkaufen“ stellt von Anfang an auf die Sicherheit der Menschen. „Safety first – das ist der rote Faden in unserem Konzept“, betont auch Petra Broistedt, Sozialdezernentin und Leiterin des Corona-Einsatzstabs der Stadt Göttingen. „Wir wollen sichere Öffnungen ermöglichen, aber nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“ Dazu gehöre eine elektronische Kontaktnachverfolgung. „Die notwendige Lizenz für die Luca-App kann uns das Land leider kurzfristig nicht zur Verfügung stellen. Deshalb war klar, dass Göttingen nicht zu den ersten Kommunen gehören konnte.“ Außerdem sei eine stabile Infektionslage zwingende Voraussetzung, die es derzeit nicht gebe, sowie eine niedrige Inzidenz im gesamten Kreisgebiet. Aufgrund erheblicher regionaler Unterschiede ist eine Öffnung der Göttinger Innenstadt auch unter erhöhten Sicherheitsbedingungen für alle Menschen im gesamten Kreisgebiet aktuell nicht ratsam. Notwendige Bedingung sei zudem, dass die Öffnung von Kitas und Schulen durch eine Teilnahme am Projekt zu keiner Zeit gefährdet ist. „Es wäre doch absurd, wenn Kinder nicht in die Schule oder in die Kita dürfen, während Erwachsene shoppen oder ins Theater gehen können. Dazu darf es nicht kommen!“

Die an anderen Orten gemachten Erfahrungen zeigen, dass in Öffnungs-Szenarien eine Besucherlenkung und ggf. auch -begrenzung elementar für den Erfolg ist. „Wir haben uns das genauer angeschaut und werden für Göttingen deshalb einen Zwei-Stufen-Plan vorsehen“, kündigt Broistedt an. In einem ersten Schritt solle es Öffnungen nur für alle Göttinger*innen geben, um die Innenstadt nicht zu überfordern. „Wenn das gut funktioniert, können weitere Menschen von der Öffnung profitieren. Vor allem wollen wir einen Einkauftourismus aus anderen Regionen vermeiden.“ Deshalb könne es im Rahmen des Modells keine allgemeine Öffnung für alle geben, was dem Charakter eines Modellprojekts auch entgegenstünde.

Bild: Pixabay

RadioLeinewelle

April 5th, 2021

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