Wirtschaft

Tarifergebnis für die Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen erzielt

Tarifergebnis für die Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen erzielt

Die gestrige fünfte Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen hat zu einem Ergebnis geführt: Vereinbart wurde die Übernahme des Verhandlungsergebnisses aus dem Pilotbezirk Nordrhein-Westfalen. “Der Tarifabschluss sichert Beschäftigung, stärkt Einkommen und gestaltet die Zukunft der Beschäftigten”, sagt Thorsten Gröger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. 

“Bundesweit haben fast eine Million Beschäftigte, in unseren Tarifgebieten sowie bei Volkswagen fast 200.000 Beschäftigte, mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt und diese letztlich von ihrer ursprünglichen Nullrunden-Mentalität abgebracht.”

Nach Einschätzung Grögers bietet der heutige Tarifabschluss wichtige Antworten zur Bewältigung der Herausforderungen der Corona-Pandemie und drängt auf notwendige Vorgehensweisen zur Gestaltung der Transformation in der Metall- und Elektroindustrie. “Für uns steht fest, dass die Folgen der Krise nicht allein auf den Schultern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lasten dürfen. Vielmehr geht es darum, Arbeitsplätze zu sichern und Einkommen zu stabilisieren – dieses Ziel verfolgt der heutige Tarifabschluss“, fährt Gröger fort.

Die Einigung sieht unter anderem eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen vor. So soll den Beschäftigten im Juni 2021 eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro als sogenannte Corona-Prämie ausgezahlt werden, Auszubildende erhalten hier einmalig 300 Euro. Darüber hinaus gibt es im Februar 2022 ein Transformationsgeld in Höhe von 18,4 Prozent des Bruttogehaltes, das sich rechnerisch aus der Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,3 Prozent ab Juli 2021 speist. Im Jahr 2023 erhöht sich jenes Transformationsgeld auf 27,6 Prozent und ist ab diesem Zeitpunkt eine wiederkehrende jährliche Sonderzahlung. “Um auf die betriebliche Situation adäquat reagieren zu können, kann das Transformationsgeld auch zur Beschäftigungssicherung eingesetzt werden, beispielsweise als Teilentgeltausgleich bei einer 4- Tage-Woche!”, erklärt Gröger weiter. 

Der abgeschlossene Tarifvertrag zwischen der IG Metall und NiedersachsenMetall hat eine Laufzeit bis zum 30.09.2022.

Foto: IG Metall Bezirk Niedersachsen

RadioLeinewelle

April 10th, 2021

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