Bauen & Verkehr

GRÜNE kritisieren SPD und CDU für investorengesteuerte Verkaufsabsichten der „Blauen Halle“

GRÜNE kritisieren SPD und CDU für investorengesteuerte Verkaufsabsichten der „Blauen Halle“

SPD und CDU wollen die bestens erschlossene Fläche der sog. Blauen Halle (Elmweg/ Ecke Rodeweg) verkaufen. Mit ihrer Absage an unseren interfraktionellen Antrag zum Verbleib der Fläche in städtischem Besitz senden die vermeintlichen Volksparteien ein fatales Signal in Richtung der Göttinger Bevölkerung und hofieren die Profitinteressen von Investor*innen“, so Dagmar Sakowsky, GRÜNE im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke. Gemeinsam mit GöLinke/ALG und PARTEI-Ratsgruppen haben die GRÜNEN einen Antrag zur Ratssitzung am vergangenen Freitag eingereicht. Dessen Ziel ist die Nutzung der aktuell stätischen Fläche für die Bebauung für kinderreiche Familien, Baugruppen und alternative Wohnformen, insbesondere im bezahlbaren Segment. SPD und CDU haben dagegen gestimmt und damit den Weg für einen möglichen Verkauf freigemacht.

Die GRÜNEN äußern ihr komplettes Unverständnis gegenüber dieser bornierten und gegen die Interessen vieler Menschen gerichtete Haltung. Regina Meyer, GRÜNE im Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Wohnungsbau: „Dieses Grundstück eignet sich von der Größe und Lage und von seiner Integration in den Stadtteil Grone-Süd ganz wunderbar, um es Bau- und Mietgemeinschaften zur Erbpacht anzubieten. Auf uns kommen immer wieder Menschen zu, die nicht nur Ideen, sondern fertige Pläne und die nötige Finanzierung zur Realisierung gemeinschaftlichen Bauens haben, für die es aber keine geeigneten Grundstücke in den Stadtvierteln gibt.“

Sakowsky ergänzt: „Die Doppelzüngigkeit der SPD-geführten Verwaltung ist kaum zu übersehen, wenn sie sich auf der einen Seite für die neue Wohnraumagentur feiert, die solche Bau- und Mietgemeinschaften berät und fördern soll, und auf der anderen Seite ein hervorragend passendes Grundstück genau diesen Zweck nicht zur Verfügung stellt.“

Ziel der Baugruppen ist unter anderem durchmischtes Wohnen zu erreichen. Dieses bietet vielfältige Wohnformen für Jung und Alt, Familien und Senioren, Menschen mit großem und kleinem Geldbeutel. Zum Teil können sich die Baugruppen sogar vorstellen, unter den Bedingungen des jetzigen Bebauungsplanes zu bauen.

Meyer fragt: „Wie will die Stadt, wie wollen CDU und SPD noch glaubhaft vertreten, für gemeinschaftliches Wohnens zu werben, wenn ihnen bei der ersten Möglichkeit der Realisierung gleich die Rote Karte gezeigt wird?“ 

Für die GRÜNEN steht fest: Gemeinschaftliche Wohnformen sind eine Art des Wohnens der Zukunft, die soziale und inklusiv ist. Grone bietet sich als Standort für ein solches Göttinger Modellprojekt ideal an. Jetzt ist die Verwaltung am Zug: Sie muss ihrer eigenen Wohnraumagentur den Rücken stärken und Investor*innen in die Schranken weisen.

RadioLeinewelle

April 21st, 2021

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