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In Verbundenheit mit Abstand – 1.Mai in der Region

In Verbundenheit mit Abstand – 1.Mai in der Region

Gewerkschaften in der Region setzen am Tag der Arbeit erfolgreich Zeichen für Solidarität.

In sechs Orten in der Region haben die Gewerkschaften am 1. Mai den Tag der Arbeit unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“ erfolgreich und hygienekonform auf der Straße begangen. In Einbeck, Notheim, Uslar und Osterode fanden Kundgebungen statt, in Göttingen und Goslar gingen Demonstrationen voraus. Mit der Aktion „Netze der Solidarität“ setzten die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit Abstand ein Zeichen der Verbundenheit: Lange rote Schals und Tücher verbanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu eindrucksvollen Netzen – und gewährten zugleich einen physischen Mindestabstand.

In zahlreichen Reden forderten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf den Kundgebungen einen solidarischen Umgang mit der Pandemie-Krise und ihren Folgen: Die Kosten für die Bewältigung der Pandemie dürften nicht bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern abgeladen werden, die vielfach bereits seit über einem Jahr unter erheblichen Risiken die Versorgung der Bevölkerung am Laufen halten. Ein solidarischer gesellschaftlicher Umgang bedeute, dass nun jene ihren Anteil besteuern müssten, die auch über die nötigen finanziellen Mittel verfügten: Die Reichen und sehr Wohlhabenden im Land, die in Zeiten der Krise vielfach ihre Profite sogar noch ausbauen konnten.

Auf der größten Kundgebung in Göttingen sprach der Vorsitzende des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt, Dr. Mehrdad Payandeh: „Auch dieses Jahr ist der Tag der Arbeit von Corona geprägt. Die Gesundheit der Beschäftigten steht für uns an erster Stelle. Die Arbeitgeber müssen mehr denn je für den Infektionsschutz ihrer Mitarbeitenden sorgen. Zudem hat die Pandemie zu einer außergewöhnlichen Wirtschaftskrise geführt und soziale Schieflagen weiter verschärft. Besonders auf dem Arbeitsmarkt gilt es mehr Ordnung zu schaffen. Dazu gehört: eine höhere Tarifbindung, ein armutsfester Mindestlohn, weniger prekäre Beschäftigung und eine Ausbildungsplatzgarantie für die Jugend.“

Geschäftsführerin der DGB Region Südniedersachsen-Harz, Agnieszka Zimowska setze in ihrer Göttinger Maiansprache auf Solidarität in Kommunen: „Wir brauchen einen politischen Willen für bezahlbaren Wohnraum für alle! Wir brauchen eine Bildungs- und Ausbildungslandschaft, in der niemand hinten über fällt und Lehrkräfte und Erzieher_innen die Aufgaben stemmen können. Und eine Gesundheitsversorgung, gerade in dieser Zeit, in der Patient_innen und Beschäftigte in Krankenhäusern und Kliniken darauf vertrauen können, dass der Mensch im Vordergrund steht. Landesregierung und Kommunalpolitik müssen mit allen Mitteln investieren. In diesem Sinne: wir können es entscheiden!“

Am Nachmittag folgte der digitale Teil des bundesweiten Tag der Arbeit: In einem mehrstündigen Live-Stream aus der DGB-Bundeszentrale beleuchteten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, politische Gäste und Wissenschaftlicherinnen und Wissenschaftler das Thema Solidarität im Zeichen der Pandemie und formulierten politische Forderungen.

Bericht von Radio Leinewelle folgt

Foto: imago film

RadioLeinewelle

Mai 1st, 2021

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