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Aktionstag gegen Sparmaßnahmen

Aktionstag gegen Sparmaßnahmen

Am Mittwoch war landesweiter Aktionstag der Studierenden gegen die Sparpolitik der Landesregierung. Auch in Göttingen fand eine Kundgebung statt, auf der die Mittelkürzungen für die Universitäten kritisiert wurden.

Mit der globalen Minderausgabe kürzte die niedersächsische Landesregierung schon vor der Corona Pandemie den Etat der Hochschulen um mehr als 24 Millionen Euro pro Jahr. Die Folgen dieser massiven Einsparungen werden an allen Hochschulstandorten immer deutlicher sichtbar. Bereits jetzt werden Professuren und Institute samt Beschäftigung gestrichen und ganze Studiengänge geschlossen. Etwa hundert Menschen, überwiegend Studierende, folgten daher am vergangenen Mittwoch dem Aufruf des AStA der Universität Göttingen zu einer Kundgebung auf dem Wilhelmsplatz. Adressat war nicht nur die Landesregierung, die erneute Mittelkürzungen für die niedersächsischen Universitäten angekündigt hatte. Auch die Uni stand im Zentrum der Kritik: Die Studis befürchten, dass die Sparmaßnahmen hauptsächlich zu Lasten von Forschung und Lehre gehen. Der Versuch, den Fachbereich Skandinavistik zu schließen, habe dies beispielhaft gezeigt. 
Die Redner:innen verwiesen auf die jetzt schon angespannte Situation in der Lehre durch zu kleine Veranstaltungsräume, was in der Pandemie noch deutlicher zu Tage getreten sei. Außerdem gebe es immer weniger Tutorien, um den Stoff nach der Vorlesung weiter zu vertiefen. Gefordert wurde
• die Sparauflagen für die Hochschulen Niedersachsens zurückzunehmen,
• eine bedarfsorientierte und wettbewerbsunabhängige Grundfinanzierung der Hochschulen zu gewährleisten,
• sicherzustellen, dass die aktuellen Sparzwänge nicht zu Lasten des Studienangebotes niedersächsischer Hochschulen gehen,
• Antidiskriminierungsarbeit an Hochschulen auszuweiten statt zu streichen.
Genau wie die Schulen sollten auch die Hochschulen aus der Globalen Minderausgabe herausgenommen und mehr in die Hochschulbildung investiert werden.

Mitglieder von TVStud Göttingen forderten in dem Zusammenhang erneut den Abschluss eines Tarifvertrags für die studentischen Hilfskräfte und sie in ihren Arbeitnehmerrechten den übrigen Beschäftigten gleichzustellen.

RadioLeinewelle

Mai 14th, 2021

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