Corona

Vorsichtige Schritte der Lockerung: Bewerbung als Modellkommunen war hilfreich für die Vorbereitung auf die Öffnungen

Vorsichtige Schritte der Lockerung: Bewerbung als Modellkommunen war hilfreich für die Vorbereitung auf die Öffnungen

Seit dem 10. Mai sind in ganz Niedersachsen weitreichende Öffnungen für Einzelhandel, Gastronomie oder Hotellerie möglich. Somit erhalten die Branchen, die durch die Corona Pandemie verursachten Schließungen besonders zu leiden hatten, endlich eine dringend notwendige wirtschaftliche Perspektive zurück. 

Die niedersächsischen Städte und Gemeinden hatten diese Perspektive schon vor Ostern gefordert. Eine Reihe von Ihnen hatten sich deshalb als Modellkommunen mit einer testbasierten Öffnungsstrategie beim Land Niedersachsen mit eigenen Konzepten beworben. Hann. Münden und Einbeck waren mit ihren Konzepten unter den 14 Städten, die als Modellkommunen ausgewählt wurden. Durch die sog. „Bundes-Notbremse“ war eine modellhafte Öffnung allerdings nur bis zu einer Inzidenz von 100 möglich, weshalb der Start in den Modellkommunen immer wieder verschoben werden musste.

Die als Modellkommunen ausgewählten Städte hatten sich darauf verständigt, sich einer landesweiten Öffnung nicht in den Weg stellen zu wollen. Zudem wurden in der neuen Corona Verordnung des Landes viele Elemente aus den Konzepten der Modellkommunen nun landesweit übernommen, wie der Zugang zu Außengastronomie oder zu Kulturveranstaltungen unter freien Himmel mit einem tagesaktuellen negativen Coronaschnelltest. Digitale, app-basierte Zugangskontrollen und Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter sollen in einem weiteren Schritt folgen.„Von unserer Vorarbeit profitieren letztlich alle. Und wir als Modellkommunen sind nicht untätig geblieben. Wir haben in den vergangenen Wochen z.B. die Testkapazitäten in unserer Stadt deutlich ausgebaut und auch die digitale Kontaktnachverfolgung hier im Landkreis Northeim über die luca-App haben einige Geschäfte und Betriebe bereits eingeführt und können nun sofort eingesetzt werden. Wir verteilen seit letzter Woche jetzt auch analoge luca-Schlüsselanhänger mit einem QR Code an die Mitbürger:innen, die kein Smartphone besitzen, aber dennoch die Vorteile der luca-App nutzen wollen,“ beschreibt Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek aus Einbeck die Situation.

Ihr Hann. Mündener Bürgermeister-Kollege Harald Wegener unterstreicht ebenfalls den durch die Arbeit an der Modellkommune gewonnenen Wissensvorsprung: „Der prompte und frühzeitige Austausch mit Gastronomie, Handel, Kultur und Gesundheitswesen vor Ort war sehr zweckdienlich. Durch die hierbei auftretenden Fragen der Beteiligten und deren Klärung, haben wir uns konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet und umgesetzt. Wir haben als Mittelzentrum beispielsweise in kurzer Zeit eine Infrastruktur zum Testen geschaffen, die beispielhaft ist.“ 

Beide Bürgermeister appellieren an ihre Mitbürger:innen: „Gehen Sie bitte besonnen und umsichtig mit den neuen Möglichkeiten um. Bitte beachten Sie weiterhin unbedingt die geltenden Abstands- und Hygieneregeln, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Und nutzen Sie auch die im Stadtgebiet angebotenen kostenlosen Bürgertests, bevor Sie Geschäfte und Gastronomie besuchen.“

RadioLeinewelle

Mai 20th, 2021

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