Wissenschaft

Fortschritt für die Wasserstoffrepublik Deutschland

Fortschritt für die Wasserstoffrepublik Deutschland

Das Verbundprojekt StaR, an dem die TU Clausthal beteiligt ist und mit fünf Millionen Euro gefördert wird, will durch eine kostenoptimale Stackherstellung grünen Wasserstoff wettbewerbsfähig machen.

Grüner Wasserstoff kann als Energieträger eine bedeutende Rolle bei der Energiewende und für das Erreichen der Klimaziele einnehmen. Seit April läuft vor diesem Hintergrund das Verbundprojekt StaR: Gemeinsam werden sechs Projektpartner in den nächsten vier Jahren Design und Herstellung von sogenannten Elektrolyse-Stacks ganzheitlich untersuchen und neue Konzepte, die die Herstellungskosten senken sollen, in der Praxis umsetzen. Elektrolyse-Stacks bilden das Herzstück jeder Wasserelektrolyseanlage, da in ihnen die Umwandlung elektrischer Energie in den Energieträger Wasserstoff stattfindet.

Koordiniert wird der Clausthaler Part des umfangreichen Forschungsvorhabens von Dr. Maik Becker und Professor Thomas Turek. Am Forschungszentrum Energiespeichertechnologien (EST) entsteht auf einer Fläche von 250 Quadratmetern ein neues Testfeld mit Laborzellen zur Auswahl und Charakterisierung von Materialien und Zellen bis hin zur Untersuchung des neuen Stackdesigns in voller Baugröße mit einer elektrischen Leistung von 150 Kilowatt (kW).

Professor Schachtner: Das Projekt passt ideal zum Leitthema Circular Economy

„Es freut mich sehr, dass der TU Clausthal diese umfangreiche Förderung durch das Bundesforschungsministerium zu Teil wird und sich unsere Forschenden maßgeblich in dieses ambitionierte, interdisziplinäre Projekt einbringen. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag auf dem Gebiet von Energiewende, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das Vorhaben spiegelt sehr schön unsere Kompetenzen im Bereich der Energiespeichertechnologien wider und passt ideal zu unserem Leitthema Circular Economy“, unterstreicht Professor Joachim Schachtner, Präsident der Technischen Universität Clausthal.

Zum Hintergrund: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Frühjahr 2020 die nationale Wasserstoffstrategie veröffentlicht und gleichzeitig im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Wasserstoffrepublik Deutschland“ einen Förderaufruf gestartet. Hier werden rund 700 Millionen Euro zur Förderung von Projekten in drei Fokusbereichen bereitgestellt. Einer dieser drei Bereiche lautet „Wasserelektrolyse im Industriemaßstab“ und wird durch die Technologieplattform H2Giga koordiniert.

Deutsche Firmen wollen führende Anbieter von grünem Wasserstoff werden

Das übergeordnete Ziel dieser Plattform ist es, Grundlagen für eine automatisierte Serienfertigung von Wasserelektrolyseuren für Anlagen bis in den Gigawatt-Bereich in Deutschland bei gleichzeitig signifikanten Fortschritten hinsichtlich Lebensdauer, Produktions- und Betriebskosten zu schaffen.

Weitere Informationen zur Technologieplattform H2Giga

Symbolbild von Lubos Houska auf Pixabay

RadioLeinewelle

September 16th, 2021

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