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Kampfmittelverdacht in der Weststadt: Beginn der Sondierungen

Kampfmittelverdacht in der Weststadt: Beginn der Sondierungen

In der kommenden Woche beginnen erste Sondierungen an den Kampfmittelverdachtsfällen in der Göttinger Weststadt. Ein Spezialunternehmen nimmt sich in der Woche vom 18. Oktober 2021 zunächst drei der Verdachtspunkte vor, die sich durch neue Informationen des Landesamts für Geoinformation und Landvermessung Niedersachsen ergeben hatten. 

Als erster Punkt wird ein Fundort auf einer Freifläche westlich der Leine untersucht. Die Anwohner*innen, Eigentümer*innen und Nutzer*innen sind bereits informiert. Ausschließlich für sie hat die Stadt für Fragen eine Hotline eingerichtet, ergänzend zu den allgemeinen Informationen auf goe.de/bombenverdacht. Vor Ort werden die Anwohnenden-Infos außerdem an zentralen Punkten in Gebäuden ausgehängt, auf Deutsch und in fünf weiteren Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Farsi und Russisch).

Untersuchung durch Spezialisten

Insgesamt gehen die Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) davon aus, dass westlich und östlich der Leine (Godehardstraße, Blümchenviertel, Schützenplatz) mehr als 80 Verdachtspunkte auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu untersuchen sind. Ob sich der Verdacht jeweils erhärtet, kann nur eine gezielte Sondierung jedes einzelnen Punktes klären. Unterstützt wird der KBD dabei von einem Stab, den der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler unter der Leitung des Ersten Stadtrats Christian Schmetz sowie dem Leiter der Göttinger Berufsfeuerwehr Dr. Martin Schäfer eingerichtet hat.

Entscheidung nach Ergebnis

Schmetz erklärt: „Wir halten uns mit genauen Angaben zu den Punkten zurück – zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner und auch, damit die Einsatzkräfte vor Ort ihre Arbeit schnell und effektiv bewältigen können. Über Ergebnisse der Sondierungen informieren wir so bald wie möglich.“ Zur Untersuchung werden Tiefenbohrungen in einem zuvor festgelegten Raster um die Verdachtspunkte gebohrt und mittels Magnetsonden überprüft. Bei Kampfmittel-typischen Abweichungen vom Normalzustand wird das jeweilige Objekt ausgegraben. Nachdem der KBD das Objekt geprüft hat, wird über das weitere Vorgehen entschieden. Sollte es sich um einen Bombenblindgänger handeln, wird eine Entschärfung oder kontrollierte Sprengung vorbereitet. Bei allen Untersuchungen beeinflussen die Ergebnisse den Zeitplan für die nächsten Sondierungen. Das gilt auch für den Verdacht im Bereich des Kulturzentrums, der nach aktueller Planung bald geprüft werden soll. Die Nutzer*innen sind bereits grundsätzlich informiert.

RadioLeinewelle

Oktober 12th, 2021

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