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Mensa Beschäftige in Sorge – kommt es nach der coronabedingten Kurzarbeit zu betriebsbedingten Kündigungen im Studentenwerk?

Mensa Beschäftige in Sorge – kommt es nach der coronabedingten Kurzarbeit zu betriebsbedingten Kündigungen im Studentenwerk?

Seit Montag bieten die Mensen des Studentenwerk Göttingen aufgrund der Pandemielage nur noch ein reduziertes Angebot an. Entsprechend wurde ein Teil der Beschäftigten mittlerweile in Kurzarbeit geschickt. Am vergangenen Freitag hatte Prof. Dr. Jörg Magull, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, dieses den Mitarbeiter:innen mitgeteilt und in dem Zusammenhang nach unseren Informationen geäußert, dass es im nächsten Jahr auch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen könne.

Unter den Beschäftigten machen sich so kurz vor Weihnachten verständliche Ängste breit, ob ihre Arbeitsplätze langfristig noch gesichert sind. Für Verwirrung sorgt die Aussage vor allem, weil der Sozialdemokrat Magull von Beginn seiner Tätigkeit an immer wieder betont habe, dass es unter seiner Geschäftsführung keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Auf Nachfrage von Radio Leinewelle hat Magull seine Äußerung nicht dementiert, teilte aber mit, dass er zu internen Besprechungen im Studentenwerk grundsätzlich keine Auskünfte gebe. Stattdessen verwies er auf die derzeitige Situation in den Mensen, die wegen der Coronaverordnung des Landes ihr Platzangebot auf ein Drittel reduzieren mussten. Entsprechend wurde für einen Großteil der Beschäftigten dort zunächst bis zum 31.12.2021 Kurzarbeit angeordnet.

Der Personalrat des Studentenwerks bestätigte jedoch unsere Informationen. In einer Stellungnahme heißt es: „Auch wir als Personalrat haben bei dieser Veranstaltung das erste Mal davon gehört. Geschäftsführer Magull hat uns noch bis vor kurzen immer wieder versichert, dass es unter ihm zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen wird. Uns als Personalrat überrascht dieses Umschwenken besonders unter dem Aspekt, dass die aktuelle finanzielle Situation des Studentenwerks stabil ist.“ Außerdem weist der Personalrat darauf hin, dass in den vergangenen anderthalb Jahren ohnehin durch Renteneintritte und arbeitnehmerseitige Kündigungen das Personal reduziert wurde. Und der Personalrat warnt, „dass eine Verkleinerung des Personalschlüssels zu einem verringertem Angebot für unsere Studierenden führt. Betriebsbedingte Kündigungen sollten immer die Ultimo Ratio sein, und es darf auf keinen Fall leichtfertig davon Gebrauch gemacht werden.“ Mehr dazu heute im Frühstücksradio. Entweder mit der Leinewelle-App oder per Stream: https://bit.ly/3FjkwEJ

RadioLeinewelle

Dezember 3rd, 2021

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