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Krebshäufung in der Gemeinde Friedland: Befragungsergebnisse zeigen keine regionalen Besonderheiten

Krebshäufung in der Gemeinde Friedland: Befragungsergebnisse zeigen keine regionalen Besonderheiten

Im Juni letzten Jahres hatte das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) im Rahmen des routinemäßig durchgeführten Krebs-Monitorings in der Gemeinde Friedland eine statistische Häufung von bestimmten Krebserkrankungen festgestellt. Zur Abklärung dieser Häufung hat das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen eine Befragung der Betroffenen bzw. deren Angehörigen durchgeführt, um nach möglichen Gemeinsamkeiten bei den erkrankten Personen zu suchen.

Von den 54 Erkrankungsfällen in der Gemeinde Friedland waren 18 Betroffene bzw. deren Angehörige bereit, sich befragen zu lassen. Es wurden u.a. nach möglichen Vorerkrankungen als Risikofaktoren, nach Expositionsquellen in Wohnortnähe sowie nach arbeitsplatzbezogenen Risiken und nach Nutzung von Pflanzenschutz- und Holzschutzmitteln gefragt.

Auch wenn auf individueller Ebene die erfragten Risiken durchaus zum Entstehen der Erkrankung beigetragen haben könnten, so zeigt sich in der Gesamtschau kein Hinweis auf einen besonderen regionalen Faktor, der die beobachtete Erhöhung verursacht haben könnte und als außergewöhnliches – ehemaliges oder fortbestehendes – regionales Risiko anzusehen wäre. Die Angaben aus den Interviews ergaben keine Anhaltspunkte auf eine regionalspezifische Besonderheit, der weiter nachgegangen werden könnte, bilanziert dementsprechend auch das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA).

Bild von Colin Behrens auf Pixabay

RadioLeinewelle

Mai 18th, 2022

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