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Anruf durch “falsche Polizeibeamte” – Seniorin aus Adelebsen übergibt mehrere tausend Euro an unbekannten Abholer

Anruf durch “falsche Polizeibeamte” – Seniorin aus Adelebsen übergibt mehrere tausend Euro an unbekannten Abholer

Nach dem Anruf eines vermeintlichen “Polizeibeamten” hat eine Seniorin in Adelebsen (Landkreis Göttingen) am Montag (27.06.22) im Laufe des Nachmittags ersten Informationen zufolge vermutlich mehrere tausend Euro an einen unbekannten “Geldabholer” übergeben. Die Göttinger Ermittlungsgruppe “SäM Südniedersachsen” ermittelt.

Die 68-Jährige erhielt gegen 13:00 Uhr einen Anruf eines vermeintlichen “Polizeibeamten” auf ihrem Festnetzanschluss. Auf dem Display der Seniorin sei zu diesem Zeitpunkt die Rufnummer “110” angezeigt worden. Am anderen Ende der Leitung berichtete ein angeblicher “Polizeibeamter” über den Fund einer Liste von künftigen Einbruchsopfern, auf welcher sich auch der Name des späteren Opfers aus Adelebsen befand. Da sich auch unter den Bankmitarbeitern Kriminelle befänden, bestünde die Gefahr, dass das Ersparte der Seniorin ins Ausland transferiert werden könnte. Daher gelte es dieses abzuheben und später einem “Beamten” zur Sicherheit zu übergeben.

Für die Dauer des Gesprächs, aber auch während der späteren Kontoabhebung, wurde das Telefonat ununterbrochen gehalten. Die Seniorin begab sich schließlich zu ihrer Bank und hob mehrere tausend Euro an Gespartem von ihrem Konto ab.

Die Übergabe spielte sich schließlich in der Zeit zwischen 16:00 und 16:30 Uhr im Bereich der Lindenstraße ab, indem das Geld in einem Stoffbeutel vor der Haustür deponiert und dort wenig später von einer unbekannten Person abgeholt wurde. Der Betrüger entkam unerkannt.

Die Polizei in Göttingen bittet in diesem Zusammenhang um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die eine verdächtige Person oder auch verdächtige Fahrzeuge zur genannten Zeit im Bereich der Lindenstraße beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Telefon 0551/491-2115 bei der Polizei Göttingen zu melden.

Die Polizei empfiehlt: Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr gezielt ausfindig machen und aufgrund Ihres Vornamens mögliche Rückschlüsse auf Ihr Altern ziehen. Besprechen Sie die Änderung eines Telefonbucheintrages bitte mit Ihren Angehörigen.

Weitere Tipps und Hinweise finden sich in unserem Podcast:
Die Polizei informiert: was tun gegen Enkeltricks und Schockanrufe

RadioLeinewelle

Juni 30th, 2022

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