Klimawandel

Grüne beantragen Schattenorte für Göttingen

Grüne beantragen Schattenorte für Göttingen

Neben der Bekämpfung der Ursachen des Klimawandels rücken die Vorsorgemaßnahmen gegen die unmittelbaren Auswirkungen der klimatischen Veränderungen in den Fokus. Die Stadt hat dazu aktuell Fördergelder bekommen um Konzepte zu entwickeln. Konkret haben die Grünen die Idee eingebracht, mehr Schattenorte in Göttingen zu schaffen.

„Derzeit erleben wir eine lange Hitze- und Trockenperiode, Vorbote des Klimawandels. Wir können nicht darauf hoffen, dass es im nächsten Jahr besser wird, sondern müssen vielmehr vor Ort die Bedingungen schaffen, mit der klimatischen Veränderung umzugehen. Die aktuelle Gestaltung auch der Göttinger Innenstadt mit ihrem hohe Versiegelungsgrad und den spärlichen gesäten Schattenorten heizen Mensch und Tier zusätzlich ein. Daher beantragen wir mehr Schattenorte, um eine Abkühlung unserer Stadt zu erreichen,“ so Heike Hauk (GRÜNE), Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität.

Onyeka Oshionwu (GRÜNE), Mitglied des Umwelt- und Klimaschutzausschusses, ergänzt: „Die hohe Strahlungsintensität in Innenstädten führen zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen der Bevölkerung. Deshalb sollten in Zukunft im öffentlichen oder quasi öffentlichen Raum zunehmend Bepflanzungen erfolgen, die deutlich mehr schattige Orte als heute schaffen. Sie bewirken eine natürliche Abkühlung bis zu 5 °C und erhöhen die Aufenthaltsqualität insgesamt deutlich.“

Nach Vorstellung der GRÜNEN Fraktion im Rat der Stadt Göttingen sollen neben Baumpflanzungen, Dach- und Fassadenbegrünungen auch grüne Arkadengänge oder grüne Pergolen/ Überdachungen mit Kletterpflanzen entwickelt werden. Vorbilder hierzu gibt es lange schon besonders in südlicheren Gebieten, beispielsweise werden Terrassen mit Wein berankten Pergolen „überdacht“.

Oshionwu führt aus: „Es gibt grüne Tunnel, grüne Arkadengänge, durch die man gehen oder fahren kann, ohne der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein. Vielleicht wären hierfür Kletterpflanzen wie Blauregen, Kletterrosen, Kletterhortensien, Weinreben, Akebia, Clematis etc. geeignet.“

Die GRÜNEN beantragen ein Konzept, das die Fragen beantwortet, welche Plätze, Radwege und weiteren Orte für die Grüngestaltung geeignet sind und wie die Bewässerung der Bepflanzung sichergestellt werden kann. Hauk: „Bei der Frage der Bewässerung dieser Bepflanzungen besteht ein Zusammenhang zu den Überlegungen, Göttingen zu einer Schwammstadt umzubauen, z.B. durch das Anlegen von Zisternen.“

Foto: Symbolbild von Pavlo auf Pixabay 

RadioLeinewelle

August 30th, 2022

No comments

Comments are closed.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung