Arbeitswelt

Klinikservice GmbH an der UMG im Warnstreik

Klinikservice GmbH an der UMG im Warnstreik

Die Gewerkschaft ver.di rief am vergangenen Freitag den 25.11, die Beschäftigten der UMG Klinikservice GmbH zu einem Warnstreik auf. Knapp 300 Beschäftigten beteiligten sich an den Aktionen. Laut ver.di wurde der Warnstreik nötig, weil die 100%-Kliniktochterfirma auch nach mehreren Verhandlungsrunden kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat.

ver.di Sekretär Thilo Jahn erklärt: „Die KollegInnen in der UMG Klinikservice GmbH verrichten wichtige Tätigkeiten im Klinikalltag, die oft nicht gesehen werden. Sie reinigen die Stationen, Hörsäle und Operationssäle, sie Waschen die Wäsche und transportieren die PatientenInnen. Dafür werden sie mit einem Niedriglohn abgespeist, seit die Uniklinik vor gut 15 Jahren begann, Neueinstellungen nur noch in der eigenen Tochterfirma vorzunehmen. Jetzt sind die KollegInnen auf deutliche Lohnerhöhungen angewiesen, auch und gerade wegen der galoppierenden Inflation. Leider sah sich die Tochterfirma bislang nicht in der Lage, in den laufenden Verhandlungen ein auch nur halbwegs verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“.

Die 100%-Tochterfirma der UMG ist darauf angewiesen, dass die Uniklinik und Universität als Eigentümerinnen die finanziellen Mehrkosten für Lohnerhöhungen trägt. ver.di-Sekretär Jahn: „Wir erwarten, dass die Uniklinik und die Universität jetzt endlich der eigenen Tochterfirma die notwendige Luft zum atmen geben. Sie müssen der Tochterfirma ermöglichen, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.“

Irritationen gab es zudem über der Verhalten der Uniklinik im Streik

Nach Informationen der Gewerkschaft waren viele Beschäftigte empört, dass die Uniklinik nicht bereit war, analog der 2018 geschlossen Notdienstvereinbarung ein Abkommen mit ver.di zu schließen. Zudem war zumindest bis zum Freitagmorgen auch die OP-Planung nicht angepasst worden, obwohl die UMG seit Dienstag wusste, dass aufgrund des Streiks die OP-Reinigung massiv eingeschränkt war und nur Not-OPs hätten laufen dürfen.

Fotos / Video: ©Radio Leinewelle (ue)

RadioLeinewelle

November 28th, 2022

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