
Lernen, wachsen, Zukunft gestalten – genau dafür steht der neue Erweiterungsbau der Regenbogenschule in Elliehausen. Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist das moderne Gebäude nun offiziell eröffnet worden.
Am Montag, 19. Januar 2026, feierte die Regenbogenschule gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie zahlreichen Gästen die Fertigstellung ihres neuen Anbaus. Mit dabei waren Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, Stadtbaurat Frithjof Look und Schuldezernentin Maria Karaus, die den Neubau symbolisch an die Schulgemeinschaft übergaben. Der Einzug in die neuen Räume ist zum kommenden Schuljahr geplant.
Antwort auf steigende Schülerzahlen und Ganztagsbedarf
Hintergrund des Erweiterungsbaus sind die deutlich steigenden Schüler*innenzahlen sowie der wachsende Bedarf an Ganztagsbetreuung. Prognosen gehen künftig von einer 2,5-zügigen Grundschule mit rund 230 Kindern in vier Jahrgängen aus. Mit dem Neubau wird der Raumbestand der Regenbogenschule an die Standards der Stadt Göttingen angepasst – funktional, modern und zukunftsorientiert.




Barrierefrei, nachhaltig und erstmals im Passivhausstandard
Der neue Anbau ergänzt die Schule um zusätzliche Unterrichts- und Funktionsräume. Besonders wichtig: Das Gebäude ist barrierefrei an die bestehenden Schulgebäude angebunden und sorgt erstmals für eine vollständige Rollstuhlerreichbarkeit des gesamten Schulkomplexes. Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt das Projekt Maßstäbe. Der Erweiterungsbau wurde im Passivhausstandard errichtet – eine Premiere für die Stadt Göttingen. Damit leistet die Schule nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern senkt langfristig auch die Energiekosten.
Klare Worte zur Bedeutung von Bildung und Raum
Der Neubau sei ein Versprechen an die Schülerinnen und Schüler, ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen für ihren Bildungsweg zu bieten.
Hier beginnt etwas Neues. Hier wird gelernt, gelacht, gespielt, gestritten, sich wieder vertragen, gestaunt – und jeden Tag ein kleines Stück Zukunft gebaut.
Oberbürgermeisterin Petra Broistedt
Stadtbaurat Frithjof Look betonte die besondere Herausforderung des Projekts, da der Schulbetrieb während der gesamten Bauzeit weiterlief. Ein solcher Bau gelinge nur durch enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – von Planung über Verwaltung bis zur Schule selbst. Der Neubau ermögliche einen zeitgemäßen Ganztagsbetrieb sowie moderne, inklusive Pädagogik und sei ein gelungenes Beispiel für das Zusammenspiel von Schulträger, Politik, Eltern und Schule.
Zahlen, Kosten und Förderung
Der Erweiterungsbau umfasst eine Geschossfläche von 1.640 Quadratmetern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 9 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Investitionsprogramm „Ganztagsausbau“ von Bund und Ländern, das den Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote unterstützt.
Blick nach vorn: Energetische Sanierung der Bestandsgebäude
Mit dem Neubau ist die Entwicklung der Regenbogenschule noch nicht abgeschlossen. Ab April 2026 starten in zwei weiteren Bauabschnitten umfassende energetische Sanierungen der Bestandsgebäude. Ziel ist ein nachhaltiges Wärmeerzeugungskonzept für Alt- und Neubau. Die Fertigstellung dieser Maßnahmen ist für 2028 geplant.
Kathrin Steffen, die Schulleiterin lobte das Konzept des neuen Anbaus und dankte allen Personen, die an der Planung und Mitgestaltung beteiligt waren. Das Konzept repräsentiere, wie moderne Schule gestaltet sein sollte, so Steffen. Das sehen auch die Kinder so, sie haben bereits die neue Schule bewertet: Die alte Schule hat einen Stern, die neue fünf!
Text und Fotos: Ulf Engelmayer
