76. Berlinale – Glanz, Debatten und frische Narrative


Berlinale 2026: Glanz auf dem roten Teppich – starke erste Tage
Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin sind mit viel Glamour, politischem Diskurs und einem vielseitigen Filmprogramm in ihre ersten Tage gestartet. Seit dem 12. Februar verwandelt sich der Potsdamer Platz wieder in das Zentrum der internationalen Filmwelt. Zur Eröffnung lief „No Good Men“ von Shahrbanoo Sadat – eine ungewöhnliche romantische Komödie aus Afghanistan, die Humor mit gesellschaftlichen Themen verbindet und damit einen frischen, durchaus politischen Auftakt setzte.

Neben den Filmen sorgten auch prominente Gäste für Aufmerksamkeit. Besonders im Fokus der Eröffnungsgala stand die Ehrung von Michelle Yeoh, die mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Ihre bewegende Dankesrede unterstrich die Bedeutung der Berlinale als Plattform für internationale Stimmen und kulturellen Austausch.

Berlinale 2026 bleibt politisch
Inhaltlich zeigt sich das Festival erneut stark politisch geprägt. Viele Beiträge beschäftigen sich mit Menschenrechten, Identität und gesellschaftlichen Konflikten. Gleichzeitig wurde in den ersten Tagen auch über die Rolle des Festivals selbst diskutiert: Die indische Autorin Arundhati Roy sagte ihre Teilnahme kurzfristig ab und löste damit eine Debatte über politische Haltung und Verantwortung im Kulturbetrieb aus. Die Berlinale bleibt also nicht nur Leinwand, sondern auch Diskursraum.

Auch programmatisch überzeugt das Festival mit Vielfalt. Rund 200 Filme aus über 50 Ländern laufen in den verschiedenen Sektionen – vom Wettbewerb über Panorama bis hin zu Generation und Forum. Im Wettbewerb gelten neben dem Eröffnungsfilm unter anderem „At The Sea“ mit Amy Adams sowie „À voix basse“ als vielversprechende Kandidaten. Aufmerksamkeit bekommt außerdem die Sci-Fi-Komödie „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“, die mit frischem Genre-Mix für Gesprächsstoff sorgt. Im Panorama-Programm wird das romantische Drama „Iván y Hadoum“ als eine der emotionalen Entdeckungen gehandelt.

Die ersten Tage zeigen damit bereits, was die Berlinale ausmacht: große Namen und roter Teppich, aber vor allem Geschichten aus aller Welt, die bewegen, provozieren und zum Nachdenken anregen. Für Kinofans in Berlin – und für alle, die das Festival aus der Ferne verfolgen – verspricht die diesjährige Ausgabe erneut intensive Filmabende und lebhafte Diskussionen.

Ab Montag ist das Berlinale Magazin der Redaktion Filmriss von Mo – Fr auf Radio Leinewelle live ab 17 Uhr zu hören.

Zum Programm der Berlinale

Fotos: ©Radio Leinewelle (tb)

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