
Die Kampfmitteluntersuchung im Göttinger Kiessee ist beendet. Am 24. und 25. Februar 2026 suchten Taucher*innen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) und der Polizei das Gewässer systematisch nach möglichen Munitionsresten ab. Das Ergebnis: Es wurden keinerlei Kampfmittel gefunden.
Bereits am Mittwochvormittag konnten die Arbeiten schneller als geplant abgeschlossen werden. Neben einer visuellen Kontrolle kamen eine händische Sedimentabtastung sowie ein spezielles Unterwasser-Sondierungsgerät zum Einsatz. Gefunden wurden lediglich vereinzelte Metallgegenstände und ein Kanaldeckel.
„Wir können damit in dieser Verdachtsfläche den Fund von Kampfmitteln ausschließen. Das ist ein beruhigendes Signal für die anliegenden Wassersportvereine und alle Nutzer*innen des Kiessees“, erklärte Göttingens Erster Stadtrat Christian Schmetz.
Hintergrund der Maßnahme waren Zeitzeugenberichte zur möglichen Versenkung von Infanteriemunition nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch historische Luftbilder hatten Hinweise auf LKW-Bewegungen am Ufer gegeben. Die Expert*innen waren unter anderem auf Minen, Handgranaten oder Panzerfäuste vorbereitet – doch der Verdacht bestätigte sich nicht. Damit können die geplanten Maßnahmen zur Entschlammung des Sees fortgeführt werden. Für Wassersportvereine und Besucher*innen bedeutet das zusätzliche Sicherheit.
Fotos: ©Radio Leinewelle (je)
