
Zu Ostern wird traditionell reichlich aufgetischt – ob beim Brunch, Mittagessen oder Kaffeetrinken. Doch schnell sind die Mengen zu großzügig geplant und nach den Feiertagen bleiben Eier, Fisch und andere Lebensmittel übrig. Wer diese richtig lagert und verarbeitet, kann nicht nur Lebensmittelverschwendung vermeiden, sondern auch Geld sparen. Dazu hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen einige Tipps.
Besonders bei rohen Eiern ist Vorsicht geboten. Sie tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum, nach dessen Ablauf sie nicht mehr roh verzehrt werden sollten. Das gilt vor allem für empfindliche Speisen wie Mayonnaise oder Desserts. Wer unsicher ist, kann mit einem einfachen Wasser-Test die Frische prüfen: Sinkt das Ei im Glas zu Boden, ist es noch frisch, schwimmt es oben, sollte es nicht mehr verwendet werden. Auch der Geruchstest gibt Sicherheit – ein fauliger Geruch ist ein klares Zeichen, das Ei zu entsorgen. Im Handel werden Eier ungekühlt verkauft, zu Hause können sie jedoch im Kühlschrank gelagert werden, um die Haltbarkeit zu verlängern. Wichtig ist dabei, sie anschließend nicht wieder bei Raumtemperatur aufzubewahren, da sich durch Kondenswasser die natürliche Schutzschicht der Schale lösen kann.
Gekochte Eier sind hingegen deutlich länger haltbar als viele denken. Bei unbeschädigter Schale und wenn sie nach dem Kochen nicht abgeschreckt wurden, können sie im Kühlschrank bis zu vier Wochen aufbewahrt werden. Am besten lagert man sie im mittleren Bereich des Kühlschranks oder über dem Gemüsefach, da es in der Tür oft zu warm ist. Übrig gebliebene Eier lassen sich vielseitig weiterverwenden – zum Beispiel als Eiersalat, auf Brot, in Senfsauce oder als Zutat im grünen Salat. Auch hier gilt: Wenn das Ei unangenehm riecht oder eine ungewöhnlich faserige Konsistenz hat, sollte es nicht mehr gegessen werden.
Wer an Karfreitag traditionell Fisch serviert, sollte besonders genau auf das Verbrauchsdatum achten. Im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmitteln trägt frischer oder geräucherter Fisch kein Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern ein Verbrauchsdatum. Dieses gibt an, bis wann der Fisch spätestens verzehrt werden muss. Nach Ablauf besteht die Gefahr gesundheitsschädlicher Keime. Deshalb empfiehlt es sich, Fisch möglichst frisch einzukaufen und zeitnah zuzubereiten.
Mit diesen einfachen Tipps lässt sich Ostern nicht nur genussvoll, sondern auch nachhaltig gestalten. Wer bewusst einkauft, richtig lagert und Reste kreativ verwertet, sorgt dafür, dass weniger Lebensmittel im Müll landen – und hat länger etwas von den festlichen Köstlichkeiten.
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