Neubau der Universitätsmedizin Göttingen: Tiefgründung für NIKO-Gebäude erfolgreich abgeschlossen

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat einen wichtigen Meilenstein beim Neubauprojekt NIKO erreicht: Die Arbeiten zur Tiefgründung sind planmäßig abgeschlossen. Insgesamt 657 Stahlbetonpfähle wurden seit August 2025 auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Baufeld vor dem Bettenhaus 1 erfolgreich in den Boden eingebracht. Damit ist die Grundlage für eines der zentralen Bauprojekte im Gesundheitswesen der Region geschaffen.

Mit zwei Spezialbohrgeräten wurden die Pfähle mit Durchmessern von bis zu 1,5 Metern und Tiefen von bis zu 40 Metern in den Untergrund eingebracht. Bereits im Dezember 2025 war etwa die Hälfte der Arbeiten abgeschlossen – der Baufortschritt verlief kontinuierlich und im vorgesehenen Zeitrahmen.

Die massive Pfahlgründung bildet das statische Fundament für das zukünftige NIKO-Gebäude. In dem Neubau sollen zentrale Bereiche der Krankenversorgung gebündelt werden, darunter die Notaufnahme, Intensivmedizin, moderne Pflegebereiche sowie hochspezialisierte Operationssäle. Ziel ist es, die medizinische Versorgung effizienter, moderner und leistungsfähiger zu gestalten.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeit: Rund 80 Prozent der verbauten Pfähle sind mit Geothermie-Leitungen ausgestattet. Diese ermöglichen es künftig, das Gebäude energieeffizient zu beheizen und zu kühlen. Damit übernimmt die Tiefgründung nicht nur eine tragende, sondern auch eine energetische Funktion und leistet einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Infrastruktur der UMG.

Hintergrund zum Neubau NIKO

Der Neubau NIKO ist eines der größten Bauprojekte im Gesundheitsbereich in Niedersachsen und ein zentraler Bestandteil der langfristigen Entwicklungsstrategie der UMG. Mit dem Projekt reagiert die Universitätsmedizin auf steigende Anforderungen in der Patientenversorgung, den medizinischen Fortschritt sowie den Bedarf an modernen Arbeitsbedingungen für das Personal.

Das neue Gebäude soll bestehende Strukturen ersetzen und gleichzeitig Prozesse optimieren, indem wichtige Funktionsbereiche enger miteinander vernetzt werden. Kürzere Wege, effizientere Abläufe und modernste Technik stehen dabei im Fokus. Zudem wird der Neubau so konzipiert, dass er flexibel auf zukünftige Entwicklungen im Gesundheitswesen reagieren kann.

Nächste Bauphase startet

Nach Abschluss der Tiefgründung beginnt nun die nächste Bauphase: Die Pfähle werden freigelegt und auf die erforderliche Höhe gekappt. Anschließend wird die rund 1,5 Meter starke Bodenplatte gegossen, die als Fundament für den Hochbau dient. Für diese Arbeiten sind über mehrere Monate hinweg rund 3.000 Betonmischfahrzeuge im Einsatz – mit Spitzenwerten von bis zu 100 Anlieferungen pro Tag. In dieser intensiven Bauphase werden bis zu 360 Mitarbeitende gleichzeitig auf der Baustelle tätig sein. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Bohrpfahlgründung ist damit ein entscheidender Schritt für die weitere Umsetzung des Großprojekts erreicht.
Ulf Engelmayer

Foto: umg/lena bösch

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