Jugendparlament und GRÜNE Ratsfraktion beantragen Pop-Up-Party-Lounge auf dem Albaniplatz

„Es ist super, dass die Corona-Zahlen gerade so gering sind, dass es wieder möglich ist, Menschen zu treffen. Das hat gerade jungen Menschen wie uns in den letzten Monaten wirklich gefehlt. Bei gutem Wetter treffen sich gerne viele Menschen draußen – dort ist auch die Infektionsgefahr besonders gering. Richtig blöd fühlt es sich allerdings an, nirgends gewollt zu werden: Erst am Willi, dann am Leinekanal, dann am Campus: Wir jungen Menschen brauchen aber einen Ort. Besser sogar mehrere, damit weniger Leute auf einen Haufen zusammenkommen. Deshalb freuen wir uns, dass die GRÜNE Ratsfraktion gemeinsam mit uns den Ratsantrag zur Pop-Up-Party-Lounge auf dem Albaniplatz stellt“, so Tim Wiedenmeier für das Jugendparlament Göttingen. 

„Der allergrößte Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat in der Pandemie in wirklich außergewöhnlicher Weise Rücksicht auf alte und kranke Menschen genommen. Über ein Jahr lang haben junge Menschen ihre eigenen Bedürfnisse, ihre eigenen Entwicklungschancen zurückgestellt, um andere nicht zu gefährden“ .so Dagmar Sakowsky, GRÜNE Ratsfrau.

Die GRÜNEN lassen in dem Antrag auch die Idee des Night Mayor (Nachtbürgermeister) wiederaufleben. Der Night Mayor ist Ansprechpartner*in für Anwohnende, die Clubbetreiber*innen, die Gastronomie, die Feiernden und die Politik und vermittelt zwischen den verschiedenen Interessen. In Städten, die einen Night Mayor haben, gab es durchweg eine positive Resonanz: Anwohner*innen waren zufriedener, es gab weniger Konflikte und es wurden neue und nachhaltige Strukturen für ein lebendiges Nachtleben entwickelt. Sakowsky: „Den Antrag haben wir 2018 erstmals gestellt. Mal ging es um die Feiernden in der Nikolaistraße, mal am Waageplatz, mal am Leinekanal: Immer das gleiche Bild. Junge Menschen gehen ihrem Bedürfnis nach Austausch im öffentlichen Raum nach und Anwohner*innen fühlen sich gestört. Es gibt ein Rezept dagegen. Den Night Mayor.“ 2019 hatten sich die GRÜNEN damit einverstanden erklärt, ihren Antrag zum Nachtbürgermeister ruhen zu lassen, nachdem die Stadtverwaltung erklärte, die unterschiedlichen Interessenslagen im neu zu gründenden Runden Tisch Ordnung zu behandeln. Die konstituierende Sitzung des Runden Tischs hat nach den der GRÜNEN Fraktion vorliegenden Informationen noch nicht stattgefunden. Sakowsky: „Wir sind hochgradig enttäuscht, dass wir diesen erneut beantragen müssen und der Stadtverwaltung aktuell nichts anderes einfällt, als mit Ordnungsrecht gegen die jungen Menschen vorzugehen, statt endlich wie versprochen den Runden Tisch Ordnung ins Leben zu rufen oder einen Night Mayor zu bestellen.“

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Radio Leinewelle
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.