Gemeinsames Lungenzentrum von UMG und EKW

Gesundheit

Gute Nachrichten für die Patientenversorgung in der Region: die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) vereinbaren eine weitere Kooperation in der Krankenversorgung: Lungenpatient*innen in Göttingen und den angrenzenden Landkreisen werden ab Januar 2025 in einem gemeinsamen Lungenzentrum (LZGö) umfassend und hochwertig behandelt. Dazu haben die Parteien Anfang Juni 2024 eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterschrieben, dem ein Kooperationsvertrag im Herbst dieses Jahres folgen wird.

Ziel ist die wechselseitige Versorgung von pneumologischen und thoraxchirurgischen Patient*innen auf höchstem Qualitätsniveau und nach dem jeweils aktuellen medizinischen Stand. Die lungenmedizinische Behandlung von stationären und ambulanten Patient*innen sowie die Notfallversorgung wird jetzt und in Zukunft an beiden Standorten sichergestellt. Die Leitung des LZGö übernimmt Dr. Wolfgang Körber, Chefarzt der Abteilung Pneumologie, Beatmungsmedizin/Schlaflabor des EKW. Sein Stellvertreter wird Dr. Marc Hinterthaner, Bereichsleiter Thoraxchirurgie der UMG. Zukünftig wird eine Professur für Pneumologie an der UMG eingerichtet, um die Versorgung der Patient*innen auf universitärem Niveau sicherzustellen. Durch die Professur sollen außerdem die pneumologische Forschung und Lehre gestärkt sowie die Sichtbarkeit des LZGö in der Region erhöht werden.

In das LZGö wird das bereits seit 2014 bestehende und zertifizierte Lungentumorzentrum Universität Göttingen integriert, welches Bestandteil des Universitäts-Krebszentrums der UMG ist. Unter Leitung von Dr. Marc Hinterthaner arbeiten hier UMG, EKW und die Lungenfachklinik Immenhausen eng zusammen. Hinzu kommen außerdem das zertifizierte Weaning-Zentrum des EKW, um beatmete Patient*innen von der maschinellen Atemunterstützung zu entwöhnen, sowie das Schlaflabor des EKW, in dem Schlafstörungen diagnostiziert und gezielt behandelt werden.

Das EKW und die UMG setzen damit die Ziele des kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwurfs der Krankenhausreform um. Dieser sieht vor, die Behandlungsqualität von Patient*innen durch den Ausbau von eben solchen Kooperationen zwischen Krankenversorgern zu verbessern. Zudem sollen spezifische Leistungen auf die Leistungsträger so aufgeteilt werden, dass personelle, sachliche und infrastrukturelle Ressourcen bestmöglich genutzt werden.

Foto: Bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung (Letter of Intent) (v.l.n.r.): Jens Finke, Vorstand Wirtschaftsführung & Administration der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende (EKW), Prof. Dr. Lorenz Trümper, Vorstand Krankenversorgung der UMG, und Frank Czeczelski, Kaufmännischer Geschäftsführer des EKW. umg/spförtner©Sven Pförtner

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