Nach der Räumung des Weihnachtsmarkts in Duderstadt – Polizei ermittelt weiter

Nach der vorzeitigen Schließung und Räumung des Duderstädter Weihnachtsmarktes am Freitagabend setzt die Polizei ihre Ermittlungen mit Hochdruck fort. Bis tief in die Nacht zu Samstag wurden mehrere Zeugen vernommen, um die Hintergründe der vermeintlichen Gefahrensituation aufzuklären.

Übereinstimmend berichteten die Befragten, gegen 20.30 Uhr in der Duderstädter Innenstadt einen mutmaßlich mit einer Langwaffe bewaffneten Mann gesehen zu haben. Der Unbekannte soll zwischen 17 und 20 Jahre alt, etwa 170 bis 178 Zentimeter groß und dunkel gekleidet gewesen sein. Beschrieben wurden dunkle, vorne leicht verwuschelte Haare sowie schwarze oder dunkle Kleidung, darunter Hoody, Hose, Schuhe und Mütze. Nach Angaben der Zeugen entfernte sich die Person von der Marktstraße in Richtung „Am Gropenmarkt“ und verschwand anschließend.

Diese Angaben decken sich mit der Erstmeldung eines Passanten, der die Polizei gegen 20.30 Uhr über den Notruf alarmierte. Die Information führte zu einem größeren Polizeieinsatz in der Duderstädter Innenstadt. Neben zahlreichen Einsatzkräften kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Der mutmaßlich Bewaffnete konnte jedoch nicht mehr angetroffen werden.

Ob es sich bei dem beobachteten Gegenstand tatsächlich um eine echte Langwaffe oder um eine sogenannte Anscheinswaffe handelte, ist derzeit unklar. Auch die Hintergründe, warum der Mann eine solche Waffe bei sich getragen haben könnte, sind bislang nicht bekannt.

Die Polizei bittet mögliche weitere Zeugen oder auch den beschriebenen Mann selbst, sich umgehend bei der Polizei Duderstadt unter der Telefonnummer 05527/8461-0 zu melden.

Der Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, Marco Hansmann, erklärte noch in der Nacht, dass die bisherigen Maßnahmen nicht zur Feststellung einer konkreten Gefahr geführt hätten. Vorsorglich werde die polizeiliche Präsenz in Duderstadt in den kommenden Tagen erhöht. Nach polizeilicher Einschätzung können die geplanten öffentlichen Veranstaltungen in der Innenstadt, darunter Markt und Weihnachtstreff, stattfinden.

Gerüchte über Bombendrohungen oder weitere Gefahrenlagen werden von der Polizei ausdrücklich nicht bestätigt. Gleichzeitig appellieren die Ermittler an die Bevölkerung, verantwortungsvoll mit Informationen umzugehen. Spekulationen oder Fehlinformationen könnten die Ermittlungen beeinträchtigen und das Sicherheitsgefühl unnötig belasten.

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