
Der Jahreswechsel 2025/2026 ist in Göttingen größtenteils ruhig verlaufen. Die Polizeiinspektion Göttingen zieht insgesamt eine positive Bilanz der Silvesternacht. Nach Angaben der Einsatzleitung verhielten sich die Feiernden im Stadtgebiet überwiegend kooperativ und friedlich. Besonders erfreulich: Aggressionen oder Übergriffe auf Einsatzkräfte wurden nicht registriert.
Bereits im Vorfeld hatte sich die Polizei intensiv auf die einsatzintensivste Nacht des Jahres vorbereitet. Mit einem abgestuften Einsatzkonzept und einer hohen polizeilichen Präsenz sollten Sicherheit gewährleistet und Verstöße gegen gesetzliche Regelungen konsequent unterbunden werden – mit Erfolg.
Kaum Verstöße in der Feuerwerksverbotszone
Innerhalb der Feuerwerksverbotszone in der Göttinger Innenstadt kam es nur vereinzelt zum Zünden von Feuerwerkskörpern. In den meisten Fällen zeigten die Feiernden Verständnis für die geltenden Regeln. Wo erforderlich, führten die Einsatzkräfte Gefährderansprachen durch und klärten über den sicheren Umgang mit Pyrotechnik auf.
Größte Menschenmenge am Weender Tor
Die größte Ansammlung von Feiernden bildete sich ab etwa 23.45 Uhr im Bereich des Weender Tores. Rund 500 Menschen feierten dort gemeinsam den Jahreswechsel. Aus Sicherheitsgründen wurde die Kreuzung Weender Straße/Nikolausberger Weg bis etwa 00.40 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt.
Auch im Bereich des Jonaplatzes im Stadtteil Grone kam es zu kleineren Ansammlungen. Hier griff die Polizei ebenfalls präventiv ein, insbesondere im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Feuerwerk.
Brand in Weende überschattet ansonsten ruhige Nacht
Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich allerdings in den frühen Morgenstunden im Stadtteil Weende. Gegen 3.50 Uhr geriet ein Nebengebäude eines Wohnhauses in Brand. Die Polizei ermittelt in diesem Zusammenhang gegen einen 30-jährigen Mann wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann das Feuer im Bereich der Außenfassade des Anbaus gelegt haben. Zeugen und Hausbewohner wurden zufällig auf das Geschehen aufmerksam und konnten den mutmaßlichen Täter noch vor Ort antreffen. Bei seiner Festnahme leistete der Mann Widerstand. Aufgrund seines psychischen Zustands sowie einer akuten Eigen- und Fremdgefährdung wurde er in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten nach Abschluss der Löscharbeiten in ihre Wohnungen zurückkehren. Das betroffene Nebengebäude wurde jedoch vollständig zerstört. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 12.000 Euro geschätzt.
Entspannung ab den frühen Morgenstunden
Ab etwa 2.00 Uhr kehrte in der Innenstadt und in Grone weitgehend Normalität ein. Das Stadtbild entsprach einem typischen Wochenende, Feuerwerkskörper wurden nur noch vereinzelt gezündet.
Einsatzleiter Luis-Miguel Herrmann zeigte sich insgesamt zufrieden: Das Einsatzkonzept sei aufgegangen, größere Brennpunkte oder aggressive Personengruppen habe es nicht gegeben. Einzelne Vorfälle erforderten zwar polizeiliches Einschreiten, der überwiegende Teil der Feiernden habe sich jedoch verantwortungsvoll verhalten.
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