„Kommunalwahl-Kompass Göttingen“ – Die wichtigsten politischen Vorhaben der Woche

Mit Blick auf den anstehenden Kommunalwahlkampf in Göttingen und Südniedersachsen starten wir auf Radio Leinewelle eine neue regelmäßige Rubrik: den „Kommunalwahl-Kompass Göttingen“. In diesem Format fassen wir aktuelle Mitteilungen der Parteien zusammen und geben einen kompakten Überblick über politische Pläne, Projekte und Schwerpunkte in der Region.

In der ersten Ausgabe stehen Kultur, soziales Engagement und Stadtentwicklung im Fokus.


CDU: Kulturentwicklungsplan und finanzielle Sicherheit für Kultureinrichtungen

Die CDU-Ratsfraktion Göttingen will die kulturelle Zukunft der Stadt strategisch absichern. In der Ratssitzung am 13. Februar bringt sie einen Antrag ein, mit dem eine umfassende Kulturentwicklungsplanung auf den Weg gebracht werden soll. Bis Ende 2028 sollen Verwaltung, Politik, Kultureinrichtungen und Kulturschaffende gemeinsam ein Konzept erarbeiten, das als Grundlage für zukünftige kulturpolitische Entscheidungen dient. 
Parallel dazu fordert die CDU mehr Planungssicherheit für bestehende Kultureinrichtungen. Angesichts steigender Kosten sollen die seit 2023 erhöhten Zuschüsse ab 2027 dauerhaft verstetigt werden. Zudem ist vorgesehen, die institutionellen Förderverträge bis 2029 zu verlängern und künftig an den Verbraucherpreisindex anzupassen. Profitieren würden unter anderem das Theater boat people project, das Kinder- und Jugendtheater DOMINO, der Göttinger Knabenchor und die Händelfestspiele. Ziel ist es, die reale Kaufkraft der Zuschüsse zu sichern und kulturelle Vielfalt langfristig zu erhalten. 


SPD: Reparaturtreff im Ebertal wird ausgebaut

Im Bereich Soziales und Nachhaltigkeit setzt die AWO Göttingen gemeinsam mit der SPD auf konkrete Quartiersarbeit. Der Reparaturtreff im Ebertal wurde dank Landesmitteln neu ausgestattet. Über Förderprogramme des Landes konnten Werkzeuge und eine Schließfachanlage angeschafft werden, sodass Geräte nun unkompliziert verliehen und zurückgegeben werden können. Das Projekt soll nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch ehrenamtliches Engagement stärken. Die AWO sucht aktuell weitere Freiwillige mit handwerklichem Interesse, um das Angebot langfristig auszubauen. Der Reparaturtreff gilt als Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit, soziale Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement im Stadtteil praktisch zusammenkommen. 


Grüne: Soziales Zentrum in ehemaliger JVA weiterverfolgen

Die Grünen im Rat Göttingen sprechen sich klar für die Einrichtung eines Sozialen Zentrums in der ehemaligen JVA in der nördlichen Innenstadt aus. Das geplante Zentrum soll niedrigschwellige Angebote der Gesundheitsvorsorge bieten und Räume für nachbarschaftliches Zusammenkommen schaffen. Kritisch sehen die Grünen Überlegungen, Mittel für die Sanierung der JVA zurückzuziehen. Da die Stadt bereits erhebliche Ressourcen in eine Machbarkeitsstudie investiert, fordern sie, die vorgesehenen Gelder weiterhin bereitzuhalten. Andernfalls drohe dem Projekt schon vor Abschluss der Planungen die finanzielle Grundlage entzogen zu werden. Die Grünen appellieren an die anderen Ratsfraktionen, das Soziale Zentrum gemeinsam weiterzuverfolgen. 

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