Kampfmitteluntersuchungen am Kiessee: Das passiert Ende Februar
Am Dienstag, 24. Februar 2026, und Mittwoch, 25. Februar 2026, werden am westlichen Ufer des Kiessees in Höhe der Bootshäuser umfangreiche Kampfmitteluntersuchungen durchgeführt. Beginn der Arbeiten ist jeweils um 8.00 Uhr morgens. Am 24. Februar dauern die Maßnahmen bis zum Einbruch der Dunkelheit, am 25. Februar voraussichtlich bis etwa 16.00 Uhr. Zeitliche Anpassungen sind je nach Verlauf möglich. Die Maßnahme erfolgt im Vorfeld der geplanten Entschlammung des Kiessees durch die Stadt Göttingen.
Warum wird im Kiessee nach Munition gesucht?
Hintergrund ist eine Zeitzeugenaussage aus dem Jahr 2021. Im Rahmen eines städtischen Aufrufs wurde darauf hingewiesen, dass kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Munition und kleinere Kampfmittel im Bereich der heutigen Bootshäuser im Kiessee versenkt worden sein sollen. Historische Luftaufnahmen der Alliierten belegen LKW-Bewegungen in diesem Bereich. Zudem wurden bereits im Jahr 1960 Munitionsreste dokumentiert. Die nun angesetzten Untersuchungen sollen klären, ob sich tatsächlich noch Kampfmittel im See befinden und ob vor der Entschlammung weiterer Handlungsbedarf besteht.
Wer führt die Untersuchungen durch?
Die Suche erfolgt durch Taucher des Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) gemeinsam mit sechs Tauchern der Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD). Untersucht wird eine Fläche von rund 450 Quadratmetern. Sollten Munitionsreste oder kleinere Kampfmittel gefunden werden, werden diese fachgerecht geborgen und abtransportiert. Für den Fall, dass nicht verladungsfähige Kampfmittel entdeckt werden, ist auch eine kontrollierte Sprengung vorbereitet.
Foto: Thorsten Lüdeke KBD ©Radio Leinewelle (je)
