
Am 28. Februar 2026 veranstaltete der Kreisverband von Die Linke in Göttingen einen kommunalpolitischen Ratschlag unter dem Titel „Sorgende Stadt statt Pleitekommune“. Rund 100 Teilnehmende diskutierten mit Vertreter*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen über aktuelle Herausforderungen und kommunalpolitische Handlungsoptionen.
Beteiligt waren unter anderem Beschäftigte der Universitätsmedizin Göttingen, Schüler*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Kulturschaffende sowie Initiativen wie Göttingen Zero, das Migrationszentrum und die Initiative für ein Soziales Zentrum. Im Mittelpunkt standen Themen wie Kinderbetreuung, Schulentwicklung, Kulturförderung, bezahlbarer Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Klimaschutz, öffentlicher Nahverkehr sowie Teilhabe und Unterstützung für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte.
Thomas Goes, Oberbürgermeisterkandidat der Linken in Göttingen, stellte das Konzept einer „sorgenden Stadt“ vor. Dieses beschreibt eine Kommune, die soziale Infrastruktur, Daseinsvorsorge und gesellschaftliche Teilhabe in den Fokus ihrer Politik stellt. In Workshops berichteten Beschäftigte und ehrenamtlich Engagierte von ihren Erfahrungen in den Bereichen Wohnen, Armutsbekämpfung, Kultur, Klimaschutz und Gleichstellung.
Abschließend diskutierte Goes mit Katalin Gennburg, Sprecherin für Stadtentwicklung und Wohnen der Bundestagsfraktion der Linken, über die Rolle kommunaler Sozial- und Wohnungspolitik sowie Strategien gegen rechtspopulistische Tendenzen. Hintergrund ist unter anderem das gestiegene Wahlergebnis der Alternative für Deutschland bei den vergangenen Bundestagswahlen.
Die Linke tritt 2026 erstmals eigenständig zur Stadtratswahl in Göttingen an. In den kommenden Wochen kündigte die Partei die Vorstellung eines „Vertrags mit den Göttinger*innen“ an, der zentrale Ziele für die kommunalpolitische Arbeit formulieren soll. Am 9. Mai sollen die Kandidierenden für die Stadt- und Kreistagswahl gewählt werden.
Foto: Podium „Ohne uns läuft es nicht“ mit v.l.n.r. Daan Stegmann (Mitglied im Jugendparlament Göttingen)Christina Zacharias (Kreissprecherin Die Linke Göttingen), Maike Bartmann (Beschäftigte der UMG, aktiv bei verd.i) und Nina Lauterbach (Schulsozialpädagogin) ©Die Linke Göttingen
