
Für ARTE ist der Sommer 2026 ein „Summer of Disco“: Bis Anfang August widmet der Sender dem Genre einen eigenen Programmschwerpunkt mit Dokumentationen, Konzerten, Spielfilmen und legendären Fernsehauftritten. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um Glitzerkugeln und Tanzflächen, sondern um Disco als gesellschaftliches und kulturelles Phänomen. ARTE zeichnet nach, wie die Musik aus afroamerikanischen, lateinamerikanischen und queeren Subkulturen entstand und zu einem weltweiten Symbol für Freiheit, Emanzipation und Lebensfreude wurde.
Die wichtigsten Highlights des „Summer of Disco“
„Disco für alle! – Wie ein Sound die Welt veränderte“
Im Zentrum des Programms steht die große Dokumentation „Disco für alle!“, die die Geschichte der Disco-Musik von ihren Anfängen in den New Yorker Clubs bis zu ihrem weltweiten Erfolg erzählt. Die Produktion beleuchtet nicht nur die Musik selbst, sondern fragt auch, warum Disco in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung wieder so aktuell erscheint.
„Disco Never Dies! – Musikladen-Hits für die Ewigkeit“
Wiederentdeckung legendärer Auftritte aus dem „Musikladen“ von Radio Bremen. Zu sehen sind unter anderem:
- ABBA mit „Dancing Queen“
- Boney M. mit „Daddy Cool“ und „Rasputin“
- Chic mit „Le Freak“
- Gloria Gaynor mit „I Will Survive“
- Donna Summer mit „She Works Hard for the Money“
- Die Jacksons mit „Blame It on the Boogie“
- Village People mit „Y.M.C.A.“
- Sister Sledge mit „Lost in Music“
- Sheila B. Devotion mit „Spacer“
Dazu kommen seltene Aufnahmen, etwa ein bislang unveröffentlichter „Musikladen“-Auftritt von Edwin Starr.
Disco und Kulturkampf
ARTE widmet sich auch den Schattenseiten des Disco-Booms. Die Dokumentation „‚Disco sucks!‘ – Amerikas erster Kulturkampf“ zeigt, wie die Musik Ende der 1970er Jahre zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Konflikte wurde. Im Mittelpunkt stehen Spannungen zwischen Rock- und Disco-Fans sowie die Ablehnung einer Kultur, die eng mit Schwarzen, Latinos und der LGBTQ+-Community verbunden war.
Village People und die queere Geschichte der Popmusik
Die Dokumentation „YMCA – Die Erfindung der Village People“ erzählt die außergewöhnliche Geschichte einer Band, die zugleich Mainstream-Phänomen und Ikone der queeren Kultur wurde.
Cerrone und das Erbe der Disco
Mit einem Konzert des französischen Produzenten und DJs Cerrone schlägt ARTE die Brücke zur elektronischen Musik der Gegenwart. Der Musiker gilt als Wegbereiter des French Touch und beeinflusste Künstler wie Daft Punk, Air oder Justice.
Disco im Kino
Zum Schwerpunkt gehören außerdem zahlreiche Filme, darunter Klassiker wie „Saturday Night Fever“, „Staying Alive“, „Fame“ und „Studio 54“. Sie zeigen die Disco-Ära als Zeit des Aufbruchs, aber auch als Bühne für Träume, Exzesse und gesellschaftliche Veränderungen.
Mehr Infos auf arte.tv
Disco Klassiker und Rare Tracks dazu sind in der Radio Lounge und in der Bar Vis-A-Vis auf Radio Leinewelle zu hören.
