Göttingen. Beschäftigte der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden am Dienstag und Mittwoch, 27. und 28. Januar 2026, im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder zu Warnstreiksaufgerufen. Die Gewerkschaft ver.di organisiert die Arbeitsniederlegungen, die sich neben der UMG auch auf zahlreiche andere Universitätskliniken bundesweit erstrecken.
Trotz des Arbeitskampfs ist die medizinische Grund- und Notfallversorgung an beiden Streiktagen gesichert, weil UMG-Leitung und ver.di frühzeitig eine verbindliche Notdienstvereinbarung abgeschlossen haben. Diese Regelung sieht eine Mindestbesetzung im Zentral-OP und in der Pflege der Normal-, Intensiv- und IMC-Stationen vor. Ruf- und Bereitschaftsdienste bleiben erhalten, damit Notfälle jederzeit versorgt werden können.
„Die Sicherheit unserer Patient*innen hat höchste Priorität“, erklärt Prof. Dr. Lorenz Trümper, Vorstand Krankenversorgung der UMG. „Durch die Notdienstvereinbarung ist gewährleistet, dass die Notfallversorgung sowie die Betreuung der bereits stationär aufgenommenen Patientinnen an beiden Streiktagen sichergestellt ist.“ Trümper betont, dass es trotz Streikaktionen oberstes Ziel sei, die medizinische Versorgung ohne Unterbrechung aufrechtzuerhalten und Patientinnen keine Risiken entstehen.
Allerdings kann es in einigen Bereichen des regulären Klinikbetriebs – insbesondere in der ambulanten und teilstationären Versorgung sowie im Zentral-OP – zu Verzögerungen oder Ausfällen geplanter Termine kommen. Betroffene Patient*innen werden rechtzeitig informiert und Ersatztermine vereinbart, wenn eine Verschiebung medizinisch vertretbar ist.
Infos zur Tarifrunde und ver.di in Südniedersachsen
Die Gewerkschaft ver.di ruft im Zuge der Länder-Tarifverhandlungen Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen zu Arbeitsniederlegungen auf – auch in Südniedersachsen. Neben dem Warnstreik an der UMG sind Protestaktionen und Kundgebungen geplant, etwa rund um die Klinikgelände und den Göttinger Campus. Ziel der Tarifrunde ist es, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Entgelte für Beschäftigte im öffentlichen Dienst durchzusetzen.
ver.di fordert in dieser Runde unter anderem spürbare Gehaltssteigerungen und eine Entlastung im Arbeitsalltag – Themen, die an Universitätskliniken wie der UMG und anderen Einrichtungen im Land eine große Rolle spielen. Der Streik am 27. und 28. Januar ist Teil bundesweiter Aktionen, an denen rund 22 Universitätskliniken beteiligt sind.
Foto: ©Radio Leinewelle (ue)
