Protest gegen geplantes Konzert der Band Weimar in Holzerode wächst

In der Region Göttingen formiert sich breiter Protest gegen ein geplantes Konzert der Band Weimar im Ort Holzerode. Rund 130 Kulturschaffende, Bands, Initiativen und politische Akteurinnen und Akteure haben sich einer gemeinsamen Erklärung angeschlossen. Unter dem Motto „Keine Bühne für rechte Kultur!“ fordern sie die Absage des für August geplanten Auftritts.

Unterstützt wird die Initiative vom Göttinger Bündnis gegen Rechts, das den Aufruf veröffentlicht hat. Die Unterzeichner sehen in dem Konzert ein falsches Signal für die Region und warnen vor einer Stärkung rechter Strukturen.

Hintergrund sind Recherchen, die Verbindungen von Bandmitgliedern in die rechtsextreme Szene nahelegen. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe kündigte Universal – das Label der Band Weimar – jegliche Zusammenarbeit. Zwar hatte sich die Band in der Vergangenheit öffentlich von Extremismus distanziert – Kritikerinnen und Kritiker bezweifeln jedoch die Glaubwürdigkeit dieser Distanzierung. Organisiert beziehungsweise unterstützt wird das Konzert laut bisherigen Informationen vom Verein Rock unterm Hünstollen. Dieser weist einen direkten organisatorischen Zusammenhang mit der Veranstaltung teilweise zurück.

Die Initiative befürchtet, dass das Konzert als Treffpunkt für die rechte Szene dienen und das Sicherheitsgefühl in der Region beeinträchtigen könnte. Weitere Unterstützerinnen und Unterstützer können sich online dem Aufruf anschließen unter: www.innn.it/keine-buhne-fur-rechte-kultur

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