Protest gegen BIMA-Pläne: Haus der Kulturen und Atelierhaus schließen sich zusammen

In Göttingen formiert sich neuer Widerstand gegen die Pläne der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA): Das Haus der Kulturen und das Atelierhaus im Hagenweg gehen erstmals gemeinsam an die Öffentlichkeit.

Beide Einrichtungen sehen ihre Existenz durch die aktuellen Entwicklungen gefährdet. Hintergrund ist ein bislang unklarer Plan der BIMA, das bundeseigene Gelände im Hagenweg möglicherweise zu verkaufen. Bereits Ende 2025 hatte die Behörde versucht, das Haus der Kulturen zu schließen – ein Schritt, der breite Proteste auslöste. Rund 1700 Unterschriften wurden in einer Petition gesammelt, zudem stellten sich alle Ratsfraktionen in Göttingen hinter den Erhalt des soziokulturellen Zentrums.

Doch nicht nur das Haus der Kulturen ist betroffen. Auch das nahegelegene Atelierhaus, ebenfalls im Besitz des Bundes, steht seit Monaten leer – obwohl viele Künstlerinnen und Künstler dort feste Mietverträge haben. Sie wurden im Zuge angekündigter Sanierungsarbeiten ausgesperrt, ein konkreter Zeitplan fehlt bis heute.

Besonders kritisch sehen beide Einrichtungen, dass die Gebäude offenbar gegeneinander ausgespielt werden. So soll das Atelierhaus laut BIMA zeitweise als Ausweichstandort für das Haus der Kulturen dienen – obwohl gleichzeitig die bisherigen Nutzer auf ihre Rückkehr warten.

Bei einem gemeinsamen Treffen Anfang Mai haben Vertreter beider Häuser nun klare Kante gezeigt: Sie wollen sich nicht länger gegeneinander ausspielen lassen. Stattdessen setzen sie auf Solidarität und gemeinsamen Protest. Ein sichtbares Zeichen dafür soll am 27. Juni folgen: Dann planen das Haus der Kulturen und das Atelierhaus ein gemeinsames Fest im Hagenweg – gleichzeitig ein Jubiläum. Das Haus der Kulturen feiert sein 30-jähriges Bestehen, auch das Atelierhaus blickt auf eine ähnlich lange Geschichte zurück.

Die zentrale Forderung bleibt klar: Beide Einrichtungen sollen dauerhaft erhalten bleiben – als wichtige Orte für Kultur, Kunst und soziale Integration in Göttingen.

Fotos: ©Radio Leinewelle

Radio Leinewelle
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