
Mit der Umstellung auf die Winterzeit beginnt auch die dunkle Jahreszeit. Die Polizeiinspektion Göttingen nimmt den bundesweiten Tag des Einbruchschutzes am Sonntag, 25. Oktober, zum Anlass, auf Sicherheitsrisiken aufmerksam zu machen. Bürgerinnen und Bürger können sich kostenlos beraten lassen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Eine Stunde mehr Zeit also – und die könnte sinnvoll genutzt werden, um die Sicherheit der eigenen Wohnung oder des Hauses zu überprüfen. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ informiert die Polizei über wirksame Maßnahmen gegen Einbrecher. Denn mit den kürzer werdenden Tagen steigt erfahrungsgemäß auch das Risiko von Wohnungseinbrüchen. Besonders betroffen sind Wohnungen und Häuser, bei denen Täter erkennen können, dass niemand zu Hause ist.
Dunkle Fenster verraten Abwesenheit
Warum die dunkle Jahreszeit für Einbrecher besonders attraktiv ist, erklärt Polizeihauptkommissar Marko Otte vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Göttingen. Täter würden grundsätzlich versuchen, Begegnungen mit den Bewohnern zu vermeiden. Gerade in den Nachmittags- und frühen Abendstunden lasse sich anhand der Beleuchtung häufig erkennen, ob jemand zu Hause sei. Während bewohnte Häuser in der Dämmerung meist beleuchtet sind, bleiben Wohnungen leer, wenn ihre Bewohner noch arbeiten, einkaufen oder unterwegs sind. Otte empfiehlt deshalb, durch Zeitschaltuhren oder intelligente Beleuchtungssysteme Anwesenheit zu simulieren. Entscheidend sei, potenzielle Täter möglichst schon vor einem Einbruchsversuch abzuschrecken.
Polizeihauptkommissar Marko Otte
„Mein primäres Ziel wäre es, derart abzuschrecken oder die Immobilie uninteressant zu machen, dass der Täter einen Einbruch gar nicht erst versucht.“
Mechanischer Schutz bleibt entscheidend
Neben einer geeigneten Beleuchtung kommt es vor allem auf die mechanische Sicherung von Fenstern und Türen an. Einbruchhemmende Beschläge, stabile Schlösser und zusätzliche Sicherungen können verhindern, dass Täter innerhalb weniger Sekunden in eine Wohnung gelangen. Allerdings hilft selbst die beste Sicherheitstechnik wenig, wenn Bewohner grundlegende Vorsichtsmaßnahmen vernachlässigen. Gekippte Fenster und lediglich zugezogene, aber nicht abgeschlossene Wohnungstüren erleichtern Einbrechern den Zugang erheblich. Auch versicherungsrechtlich kann ein solches Verhalten problematisch werden.
Aufmerksame Nachbarschaft kann Einbrüche verhindern
Die Polizei appelliert außerdem an die Aufmerksamkeit innerhalb der Nachbarschaft. Ungewöhnliche Beobachtungen, verdächtige Personen oder auffällige Aktivitäten an Häusern sollten ernst genommen werden.
Wer einen konkreten Einbruchsverdacht oder eine verdächtige Situation beobachtet, sollte nicht selbst eingreifen, sondern die Polizei über den Notruf 110 verständigen.
Kostenlose Beratung am Sonntag
Zum bundesweiten Tag des Einbruchschutzes bietet die Polizeiinspektion Göttingen eine besondere telefonische Beratung an.
Sonntag, 25. Oktober 2026
- Uhrzeit: 10 bis 14 Uhr
- Ansprechpartnerin: Polizeihauptkommissarin Tanja Meyer
- Telefon: 0551 / 491-2007
- Einrichtung: Präventionsteam der Polizeiinspektion Göttingen
Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger individuelle Einbruchschutzberatungen vereinbaren. Diese sind sowohl telefonisch als auch vor Ort möglich.
Weiterführende Informationen über technische Sicherungsmöglichkeiten, richtiges Verhalten und geeignete Fachbetriebe bietet die bundesweite Präventionsinitiative unter www.k-einbruch.de.
Dort finden sich auch Informationen zu qualifizierten Fachbetrieben, die in entsprechenden polizeilichen Errichternachweisen geführt werden.
Fazit: Ein wirksamer Einbruchschutz beginnt nicht erst bei teurer Sicherheitstechnik. Schon einfache Maßnahmen wie abgeschlossene Türen, geschlossene Fenster, eine zeitgesteuerte Beleuchtung und aufmerksame Nachbarn können das Einbruchsrisiko reduzieren.
