
Am Internationalen Feministischen Kampftag am 8. März 2026 gehen auch in Göttingen zahlreiche Aktivist*innen auf die Straße. Ein feministisches Bündnis ruft zu einer Demonstration unter dem Motto „Friede, Freiheit, Feminismus – statt Patriarchat und Kapitalismus“ auf. Die Veranstaltung soll auf patriarchale Gewalt, soziale Ungleichheit und globale politische Entwicklungen aufmerksam machen.
Die Demonstration beginnt am Sonntag um 11.30 Uhr am Albaniplatz. Von dort aus führt die Demonstration durch die Göttinger Innenstadt und endet am Gänseliesel auf dem Marktplatz.

Im Anschluss an die Demo lädt das Bündnis ab 14 Uhr zu einem feministischen Straßenfest ein. Rund um das Gänseliesel sind Infostände, Aktionen sowie Essen und Getränke geplant. Außerdem soll ein Open Mic Raum für Beiträge und Austausch bieten.
In ihrem Aufruf kritisieren die Organisator*innen verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen. Dazu zählen unter anderem patriarchale Gewalt, antifeministische Mobilisierungen, Angriffe auf queere Rechte sowie Einschränkungen beim Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen. Zudem verweisen sie auf globale Konflikte und autoritäre politische Entwicklungen. Nach Ansicht des Bündnisses stehen Patriarchat, Kapitalismus und Rassismus in engem Zusammenhang und verstärken soziale Ungleichheiten weltweit.
Besonders Frauen, queere Menschen sowie migrantische und rassifizierte Personen seien häufig von Ausbeutung, Diskriminierung und Gewalt betroffen. Gleichzeitig sei gesellschaftliche Arbeit wie Kindererziehung, Pflege oder emotionale Sorgearbeit – sogenannte Care-Arbeit – oft schlecht bezahlt oder unbezahlt und werde überwiegend Frauen und migrantischen Menschen zugeschrieben.
Mit dem Motto „Friede, Freiheit, Feminismus“ verbinden die Aktivistinnen mehrere Forderungen: Frieden statt Militarisierung, Selbstbestimmung über Körper und Sexualität, gleiche Rechte und Schutz für alle Geschlechter sowie eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung von Care-Arbeit. Feminismus verstehen die Organisatorinnen dabei als Antwort auf patriarchale Gewalt, Ausbeutung und autoritäre Entwicklungen weltweit.
Weitere Informationen zur Demonstration, zur Route und zum Ablauf stellt das Bündnis auf Instagram bereit.
Foto: ©Radio Leinewelle & Screenshots
