
In Ebergötzen ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Sicherheit im Landkreis erreicht worden: Mit der feierlichen Grundsteinlegung entsteht die neue Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises Göttingen. Das Großprojekt soll künftig zentraler Anlaufpunkt für Ausbildung, Technik, Logistik und Katastrophenschutz werden. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr und Planung kamen zur Zeremonie zusammen. Bereits beim Spatenstich im vergangenen Jahr war angekündigt worden, dass die Grundsteinlegung planmäßig folgen solle – und genau das sei nun gelungen.
Projekt bleibt im Zeit- und Kostenrahmen
Besonders betonten die Verantwortlichen den aktuellen Stand der Bauarbeiten. Das Projekt liege sowohl zeitlich als auch finanziell im vorgesehenen Rahmen. Insgesamt investiert der Landkreis rund 43 Millionen Euro in den Neubau.
Wir wollen das Geld hier in einen funktionalen guten Bau für unsere 5300 Feuerwehrkräfte im Landkreis Göttingen stecken.
Dezernentin für Bauen und Ordnung Marlies Dornieden
Aktuell seien bereits Aufträge im Wert von rund 29 Millionen Euro vergeben worden, ohne dass der Kostenrahmen überschritten werde.




Moderne Technik und nachhaltige Bauweise
Die neue FTZ soll künftig die bisherigen Standorte in Osterode-Katzenstein und Potzwenden zusammenführen. Geplant sind unter anderem Werkstätten für Atemschutz und Schlauchpflege, Fahrzeughallen, Schulungsräume sowie moderne Übungsflächen für Rettungs- und Katastrophenschutzeinsätze. Beim Bau setzen Landkreis und Planer zudem auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Vorgesehen sind unter anderem eine Holzhybridbauweise, extensive Gründächer, eine Photovoltaikanlage sowie ein innovatives Eisspeichersystem. Auch recyclingfähige Materialien sollen eingesetzt werden. Eine Sprecherin des Landkreises sagte dazu:
Wir legen heute nicht nur einen Grundstein für ein Gebäude, sondern eben auch für die Sicherheit kommender Generationen.
Dezernentin für Bauen und Umwelt Doreen Fragel
Feuerwehr freut sich auf neues Ausbildungszentrum
Kreisbrandmeister Karsten Krügener hob vor allem die Bedeutung des neuen Übungsbereichs hervor. Dort sollen künftig realitätsnahe Trainings für Rettungseinsätze, Höhenrettung und technische Hilfeleistungen möglich sein. „Das sucht sicherlich auch seinesgleichen in Niedersachsen“, sagte Krügener mit Blick auf die geplanten Trainingsmöglichkeiten. Die neue Feuerwehrtechnische Zentrale soll künftig mehr als 5.300 Feuerwehrkräfte im Landkreis Göttingen unterstützen und gleichzeitig die Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz stärken.
Zeitkapsel für kommende Generationen
Ein besonderer Moment der Veranstaltung war das Einlassen einer Zeitkapsel in den Grundstein. Diese enthält neben aktuellen Tageszeitungen und Münzen auch einen USB-Stick mit Bauplänen und Informationen zur heutigen Zeit. Die Botschaft an kommende Generationen: Verantwortung, Zusammenhalt und Sicherheit sollen dauerhaft erhalten bleiben. Die Fertigstellung der neuen Feuerwehrtechnischen Zentrale ist nach aktueller Planung für das Jahr 2028 vorgesehen.

Infokasten: Feuerwehrtechnische Zentrale Ebergötzen
Projekt: Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Landkreises Göttingen
Standort: Ebergötzen
Investitionssumme: rund 43 Millionen Euro
Geplante Fertigstellung: 2028
Nutzer: mehr als 5.300 Feuerwehrkräfte im Landkreis Göttingen
Geplante Bereiche
- Atemschutzwerkstatt
- Schlauchpflege
- Fahrzeughallen
- Vier Schulungsräume
- Übungs- und Trainingsgelände
- Übungshaus für Rettungseinsätze
- Lager- und Logistikflächen für den Bevölkerungsschutz
Nachhaltigkeit & Technik
- Holzhybridbauweise
- Extensive Gründächer
- Photovoltaikanlage
- Eisspeicher-Technologie
- Recyclingfähige Baustoffe
- Energieeffiziente Gebäudetechnik
Ulf Engelmayer
Fotos: ©Radio Leinewelle (Jutta Engelmayer)
Hier folgen die Interviews zum Nachhören
