Göttinger Feuerwehren erhalten sechs neue Einsatzfahrzeuge

Göttingen. Die Feuerwehr Göttingen hat am Montag sechs neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF 20) offiziell in Dienst gestellt. Drei Fahrzeuge werden künftig auf den Wachen der Berufsfeuerwehr als erste Einsatzfahrzeuge eingesetzt. Ein weiteres dient als Reserve- und Ausbildungsfahrzeug. Je ein Fahrzeug geht an die Ortsfeuerwehren Grone und Weende. Das bisherige HLF 20 der Berufsfeuerwehr wird künftig von der Ortsfeuerwehr Geismar genutzt.

Mit den Neufahrzeugen verfügt die Feuerwehr erstmals stadtweit über einheitliche Einsatzfahrzeuge bei Berufsfeuerwehr und den beteiligten Freiwilligen Feuerwehren. Die Fahrzeuge vereinen Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Menschenrettung und den Erstangriff bei Gefahrguteinsätzen. Nach Angaben der Feuerwehr können damit rund 95 Prozent aller Einsätze bewältigt werden.

Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent Christian Schmetz bezeichnete die Sammelbeschaffung als Meilenstein. „Seit 2018 verfolgen wir den Gedanken einer Feuerwehr für Göttingen – nicht einzelner Ortsfeuerwehren. Die baugleichen Fahrzeuge stärken genau diesen gemeinsamen Ansatz und können flexibel im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden.“ Gleichzeitig verwies Schmetz auf den wirtschaftlichen Nutzen: „Mit der Sammelbeschaffung haben wir nahezu ein komplettes Fahrzeug eingespart.“ Neben den finanziellen Vorteilen verkürzten sich dadurch auch die Lieferzeiten erheblich.

Feuerwehrleiter Frank Dittrich sieht in der Fahrzeugübergabe einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans. „Mit diesen HLF 20 stellen wir künftig den Grundschutz für die Stadt sicher. Rund 95 Prozent aller Einsätze können wir mit diesem Fahrzeugtyp bewältigen. Spezialfahrzeuge werden dadurch künftig deutlich seltener benötigt.“ Gleichzeitig betonte Dittrich die Vorteile der einheitlichen Fahrzeugtechnik: „Mit der gemeinsamen Ausbildung und den identischen Fahrzeugen werden wir für die täglichen Einsätze noch besser aufgestellt sein.

Oberbürgermeisterin Petra Broistedt sprach von einer bewussten Investition in die Sicherheit der Stadt. Trotz der angespannten Haushaltslage investiere Göttingen rund 4,2 Millionen Euro in die sechs Fahrzeuge. Die Sammelbestellung habe dabei Einsparungen von rund einer halben Million Euro ermöglicht. Gleichzeitig seien bereits rund 200 Einsatzkräfte auf die neue Technik geschult worden.

Die Anschaffung ist Teil des Brandschutzbedarfsplans aus dem Jahr 2022. Neben der Modernisierung des Fuhrparks soll sie die Zusammenarbeit zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr weiter verbessern und gilt als wichtiger Baustein auf dem Weg zur geplanten Feuerwache West.

Ulf Engelmayer

Fotos: ©Radio Leinewelle (je)

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